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 Unsere Praktikantin, Yasmin Samray berichtet über die Lehrerfortbildung "Heute bin ich" im Museum Ludwig: "Heute bin ich…“ – so lautete die Lehrerfortbildung im Museum Ludwig, die Karin Rottmann und Angelika von Tomaszewski letzen Dienstag durchführten. Die Fortbildung hatte das Ziel, Grundschulpädagoginnen und -pädagogen ein neues Schülerwerkstattprogramm im Museum Ludwig vorzustellen. Das preisgekrönte Bilderbuch "Heute bin ich" der bekannten niederländischen Illustratorin Mies van Hout ist dabei die Ausgangsidee für einen Museumsrundgang. Link zu einer Buchrezension: http://www.kinderbuch-couch.de/van-hout-mies-heute-bin-ich.html Zu Beginn der Fortbildung versammelten sich die 23 Teilnehmerinnen in der Werkstatt des Museums. Hier erfolgte eine Einführung von Frau Rottman in das Thema „kreativ Lernen“ und „Lernen im Raum Museum“,sowie die Vorstellung des Bilderbuches „Heute bin ich“. Link zur Buchung: http://museenkoeln.de/home/default.aspx?s=724&zielgr=11&Inst=,9,1 In Interaktion mit den Teilnehmern wurde das Buch vorgestellt, besprochen und mit den Erfahrungen der Lehrerinnen zum Thema „Lernen“ verknüpft. Wir beschäftigten uns mit der Frage, inwieweit man kreatives Lernen sinnvoll einsetzen und umsetzen kann und wie es gelingt, die Kinder aktiv miteinzubinden. Hier auch wieder ein Verweis zur Lernumgebung Museum, in dem die Kinder aus ihrer alltäglichen schulischen Lernumgebung herausgenommen werden und in einem neuen, stimulierenden Umfeld die Möglichkeit haben, sich mit ausgewählten Themen zu beschäftigen und diese einmal ganz anders wahrzunehmen. Unserer Fortbildung stand unter dem das Thema „Gefühle“ in Bild und Wort. Das Bilderbuch von Mies van Hout ist ein hervorragender Anlass, sich mit der Thematik zu beschäftigen. Auf jeder zweiten Seite des Buches findet man einen Fisch, der von einer Künstlerin mit Ölkreide gestaltet wurde und eine bestimme Emotion ausdrückt. Es gibt zum Beispiel mutige, erstaunte, zornige Fische. Das Bild wird jeweils mit dem entsprechenden Adjektiv auf der gegenüber liegenden Seite konfrontiert. Sinnvoll (aber nicht notwendig) ist natürlich eine Vorbereitung des Museumsbesuchs in der Schule. Im Deutschunterrricht ab der 2. Klasse werden Adjektive als Wortart eingeführt und das Bilderbuch gibt Gelegenheit, sich mit den vielen Eigenschaften der Fische sehr sinnlich auseinanderzusetzen und den Wortschatz zu erweitern. Im Museum kann die Vorarbeit der Schule genutzt werden, um Bildfiguren zu charakterisieren. Wir sind also mit unserer Lehrergruppe selbst ins Museum gegangen und haben von Frau Rottmann viele Ideen bekommen, was genau man mit den Schülern machen kann. Frau Rottman wählte hierzu das Werk „Maskerade“ von Karl Hofer aus. Nun wurde eine Freiwillige dazu aufgefordert, sich vor das Bild zu stellen und Frau Rottman passte die Haltung unseres „Versuchsmodells“ an die Figur des Bildes an. Es ging darum, die möglichst exakte Haltung und den gleichen Gesichtsausdruck und die Emotion nachzustellen und nachzuempfinden. Nun wurde die Haltung aufgelöst und die Gruppe selbst gab durch Erklärungen Anweisungen, wie die Freiwillige sich wieder in die gleiche Position zurückversetzen sollte. Gar nicht so einfach – aber ein sehr schönes Gruppenspiel – fanden unsere Lehrerinnen. Anschließend wurden passende Adjektive zu den Clowns auf Hofers Gemälde gesammelt und auf dem Boden ausgelegt. Die Auseinandersetzung mit den Eigenschaften der Bildfiguren führte uns dann auch zur Interpretation des Gemäldes. Das Lebensgefühl der Dargestellten war nicht lustig, wie man es bei Clowns vermuten würde, deren wahre Gesichter waren traurig. Nach der Auseinandersetzung mit Emotion in Bild und Wort vor Gemälder der Haubrichsammlung im Museum Ludwig ging unsere Expedition weiter zu den monochromen Bildern von Yves Klein. Spontan wurde von der Gruppe Wasser und Himmel zu den Gemälden assoziiert. Dies wurde zum Anlass genommen, zwei Gruppen zu bilden und Himmels- und Wasserwesen aufzulisten. Jede Teilnehmerin bekam ein Zeichenblatt und sollte entsprechend ihrer Gruppe den Kopf einer Figur beginnen und die Zeichnung bis auf die Anschlussstellen abdecken und der Nachbarin weiterreichen. Die zeichnete dann das Mittelstück der Figur, deckte die Zeichnung erneut ab und gab das Blatt wieder weiter. Auf diese Weise entstand dann eine witzige Figurenwelt, die in der Werkstatt des Museums entsprechend der Idee von Mies van Hout farbig mit Ölkreide auf stark farbigem Tonpapier umgesetzt wurde. Natürlich wurde zu jeder Zeichnung ein entsprechendes Adjektiv gefunden und unter die Fisch- oder den Vogelgestalt geschrieben.      
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Im 2. Teil der Veranstaltung beschäftigten wir uns erneut mit den Farbkarten, mit denen wir zuvor die Farben des Gemäldse "Kaisersonntag" von Lovis Cortinth untersucht  hatten. Wolfgang Mennels Gedicht "Das farbigste Gedicht der Woche" (Downloadmaterial: ROTBLAUSCHWARZGRAU - Begleitheft für darstellende Kunst junges akademietheater ulm im Internet) lieferte eine wunderbare Anregung nach einen "Lieblingsbild" zu suchen. Mennel hat in seinem Gedicht mit Farbadjektiven gearbeitet. Nach seinem Vorbild sollten aus der 1. Strophe des Gedichts 4 Zeilen mit den Farbkarten auf den Museumsboden gelegt werden. Natürlich kann eine derartige Aufgabenstellung nicht ohne Vorbereitung in der Schule gelingen. Im vorbereitenden Unterricht sollte das Gedicht erarbeitet werden, beispielsweise indem die verschiedenen Farbadjektive als Farben in Illustrierten gesucht und ausgeschnitten werden und Karten mit den Farben und Wörtern beklebt werden. Sehr viel einfacher wäre ein Parallelgedicht zu Eugen Gomringers Gedicht "du blau" (http:/aircube.at/eugen-gomringer) von den Schülerinnen und Schülern als Farbgedicht zu einem Lieblingsbild zu legen. Auch dieses Übung wurde erprobt. Natürlich wären statt der Farbkarten auch Wortergänzungen möglich. Beide Aufgaben sind auch nacheinander sinnvoll, wenn man Farbnuancen zu Bildern benennen möchte.         Die Teilnehmerinnen der Arbeitsgemeinschaft werden nun im Unterricht den Museumsbesuch vorbereiten und mit ihren Schülkerinnen und Schülern ins Museum kommen. Natürlich werden wir die Besuche kommentieren und  im blog darüber berichten. Das nächste Treffen der Arbeitsgemeinschaft "Leichte Sprache" wird am 22.Mai 2014 von 15:30-17:30 Uhr im Wallraf-Richartz-Museum stattfinden. Interessenten können sich noch anmelden.
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Gestern trafen sich einige Kolleginen aus der Pestalozzischule und der Förderschule am Römerturm zur ersten Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft "Leichte Sprache" im Wallraf-Richartz-Museum. Die AG setzt sich das Ziel, Materialien für Museumsbesuche vorzubereiten und dazu Unterrichtsideen für die Vor- und Nachbereitung zu entwickeln. Vermittlungsarbeit hat bekanntlich immer mit Kommunikation zu tun und deshalb ist im Kontext der Inklusion vor allem das Thema "Leichte Sprache" wichtig. In diesem Zusammenhang möchten wir als Museumspädagoginnen von der Erfahrung und dem Know how der Kolleginnen der Förderschulen profitieren, um Hilfestellungen für unsere Arbeit im Museum zu erhalten. Ich brauchte den Kolleginnen natürlich nicht zu erklären, was Leichte Sprache ist? Das Netzwerk Leichte Sprache hat die wunderbare Handreichung "Halt! Leichte Sprache"  geschrieben (Link: www.leichtesprache.org), mit der die "Lebenshilfe Landesverband Sachsen e.V. 2013 im Residenzschloss in Dresden für Museumspädagogen einen Workshop durchführte. Das Material ist seitdem ein Begleiter für meine Textproduktion. Der Spickzettel auf meinem Schreibtisch hat folgende Stichpunkte: Bekannte Wörter benutzen/ Wörter, die nicht bekannt sind muss man erklären/  kurze Wörter wählen/ zusammengesetzte Wörter mit Bindestrichen teilen/  keine Verneinungen verwenden/ das Passiv vermeiden/ keinen Konjunktiv verwenden/ am Zeilenende keine Trennung/ kurze Sätze mit Subjekt, Prädikat und Objekt formulieren/ immer nur einen Gedankengang pro Satz/  Leichte Sprache liebt Wiederholungen/ Absätze strukturieren Texte!/ Am Anfang steht das Wichtige/ überflüssige Informationen streichen/ Sonderzeichen vermeiden, serifenlosen Schrifttyp verwenden, kurze Zeilen mit einem Satz/ 1,3 Zeilenabstand wählen/ starke Kontraste wählen, linksbündig schreiben, kein Blocksatz/ wenn es möglich ist, sollten Symbole, Bilder und Zeichnungen die Textaussagen unterstützen. In der ersten Sitzung beschäftigten wir uns mit dem Gemälde "Kaisersonntag" von Lovis Corinth. Bereits die ersten Materialien lösten eine Diskussion aus. In einer Schachtel lagen Wörter, die zu den dargestellten Dingen und Begriffen des Gemäldes passten. Verstehen die Schülerinnen und Schüler das Wort "Baumkronen"? Wäre statt des Plurals der Singular besser geeignet? Bietet man beides an, auf der Vorder- und Rückseite? Ist der Schrifttyp geeignet? Wie geht man methodisch vor? Wäre ein Kartenset besser, aus dem die Kinder jeweils eine Karte ziehen, das Wort lesen und schauen, ob der Gegenstand oder Begriff auf dem Bild zu sehen ist? Wären Symbole und bildliche Darstellungen für einige Schülerinnen und Schüler geeigneter? Bietet man auch hier besser beides an? Wir gingen sehr ins Detail und hatten durchaus auch unterschiedliche Ansichten. Es folgte die Arbeit mit den Farbkarten und farbigen Garnröllchen, um die Farbnuancen des Gemäldes zu untersuchen. Wir beschäftigten uns danach mit dem Bilddiktat zum Kunstwerk. Mit 3 Strichen ist es möglich, das Bild zu skizzieren. Fortsetzung folgt!  
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Am 26. und 27. November 2013 findet eine Taung statt, die der Museumsdienst Köln gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung organsiert. In vier verschiedenen inhaltlichen Sektionen gibt es Impulsvorträge aber auch Aktionen, Workshops und Expertentalks zur gesellschaftlichen Bedeutung von Mode.   Konsum und Entschleunigung Die gesellschaftlichen Bedingungen von Mode bewegen sich zwischen sozio-kulturellen Strukturen und ökonomischen Bedingungen. Welche Bedeutung hat der Besitz modischer Dinge in unserer Gesellschaft? Nach welchen Kriterien funktioniert der wirtschaftliche Kreislauf von Modeproduktionen? Unter welchen Voraussetzungen kann man sich auf eine Verzichtkultur einlassen? Wir diskutieren beispielhaft Modelle und Ausstellungs- und Vermittlungskonzepte, die sich mit diesen Fragen auseinandergesetzt haben. Inklusion und Exklusion Der Zugang zu gesellschaftlicher Anerkennung und Bedeutung erfolgt nicht zuletzt auch durch die symbolhafte Sprache selbst gewählter oder gezwungener Maßen getragener Mode. So changiert die Wahrnehmung des Äußeren zwischen dem Bemühen um individuellen Ausdruck und dem Verlangen oder dem Zwang, einer Gruppe anzugehören. Äußerliche Stilmerkmale, gepaart mit bestimmten Verhaltensweisen, schaffen soziale Identitäten. Die Sektion thematisiert Projekte, die sich mit Partizipation und gesellschaftlichem Ausschluss beschäftigen. Global und glokal Kulturelle Verflechtungen sind ein besonderes Merkmal der Globalisierung. Die Verschränkung individueller und kollektiver Identitäten schafft neue Bedingungen für die kreativen und produktiven Prozesse in der Modeindustrie. Dabei entstehen aber auch neue Megatrends wie z.B. der zur Regionalisierung, glokale Bewegungen setzen zunehmend auf Tradition und kleinräumliche Verflechtung. Wir zeigen exemplarisch die Verbindung von Weltmode und lokaler kultureller Identität. Gender und Ästhetik Mode ist vor allem Ausdruck von Schönheit und dem Bedürfnis danach. Ihre Aura ist gespeist von einer quasi-religiösen Aufladung. Besonders im urbanen Umfeld wird die Inszenierung eines individuellen Lifestyles gefeiert. Kulturelle Innovationen und das Bemühen um Abgrenzung des Individuums werden im Spiegel bestimmter kollektiver Phänomene wie Modeblogs oder Zeiterscheinungen vorgestellt. Die Zuordnung und Wahrnehmung weiblicher und männlicher Identitäten spielt dabei eine wichtige Rolle. Die Anmeldung zur Tagung ist ab sofort hier möglich. Auf einem Tagungsblog berichten wir laufend über die verschiedenen Themen, stellen Akteure vor und ergänzen Hintergrundinformationen.
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Ein Bericht über eine Methodenfortbildung für den Museumsbund Rheinland-Pfalz im Museum Ludwig in Koblenz [Mehr]
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Von Zeit zu Zeit stellen wir Methoden vor, die helfen, Kunstwerke lebendig werden zu lassen. In diesem Blogbeitrag geht es um Wörterkarten, die genutzt werden können, Portraitierte zu charakterisieren. Wer sich für die Vorbereitung unseres nächsten Workshops interessiert, der findet hier einen Bericht aus der Praxis [Mehr]
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Unser Jahresthema "Museum textil" nimmt Fahrt auf. Am Samstag haben wir in einer Lehrerfortbildung neue Formate ausgetestet und sind ganz begeistert von den Möglichkeiten der Vermittlung textiler Themen. [Mehr]
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Ein ganz besonderes "Schmankerl" aus unserer Reihe museumspädagogischer Methoden: Materialien für DaF und DaZ. Wer sich für Sprachunterricht im Museum interessiert, der findet hier jede Menge Anregungen für die Gestaltung eines besonderen Museumsbesuches. [Mehr]
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Kleine Kunstexperten führen Erzieherinnen durch das Museum Ludwig. Auf den Spuren blauer Kunstwerke. Über die Fortsetzung der Erfolgsmethode "Tandem-Führung" lesen Sie hier [Mehr]