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Zur Zeit ist die Ausstellung "typisch deutsch" mit den Objekten von Rolf Sachs im Museum für Angewandte Kunst sehr beliebt. Studierende, die sich in ihrem Seminar die Frage stellen, wie sie Deutsch als Zweitsprache in ihrem Fachunterricht vermitteln können, nahmen sich die Zeit, heute in die Ausstellung zu kommen und über typisch deutsche Eigenschaften zu reflektieren. "Ordentlich, fleißig, zuverlässig .... Rolf Sachs hat mit seinen Arbeiten ins Schwarze getroffen". "Aber, wie sehen sich deutsche Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund?" - Es gab bereits einige interessante Gespräche mit jungen Leuten, die sich als Deutsche fühlen und einen Migrationshintergrund haben. Oft werden diese "deutschen Tugenden" als positiv begriffen, werden aber von weiteren Tugenden, die dem Migrationshintergrund geschuldet sind, ergänzt. Das Fachseminar beschäftigte sich mit Aufgabenstellungen zu den Objekten, die für Sprachlerner geeignet sind. Eine weiterführende Aufgabenstellung beschäftige sich mit der Arbeit "Plichtbewußtsein", bestehend aus 5 Mülltonnen, die das Thema "Mülltrennung" auf iritierende Weise thematisiert. Hier wird nicht Plastik, Papier oder Restmüll getrennt, sondern "Schadenfreude, Sturheit, Intoleranz, Neid und Spießigkeit". Dazu wollten wir eine Übung zum kreativen Schreiben mit einer anschließenden Performance durchführen. Die Studierenden bekamen einen Text aus einem TV-Magazin und erhielten den Auftrag, Nomen aus dem Text auszuwählen und in die Textlücken eines Arbeitsblattes zu setzen. Zusätzlich sollten die ausgewählten Wörter auf ein Papier geschrieben und in der Performance in einen kleinen Mülleimer geworfen werden. Der "poetische Abfalleimer" füllte sich in den Präsentationen der Arbeitsgruppen mit Wörtern, die man mit Medienkritik verbinden konnte. Hier ein Beispiel:   Der poetische Abfalleimer   Deckel auf, Lieblingsproramm rein, Deckel zu!   Deckel auf, App rein, Deckel zu!   Deckel auf, Inhalte rein, Deckel zu!   Deckel auf, Erinnerungsfunktionen rein, Deckel zu!     Nächste Woche gibt es ein weiteres Treffen mit der Seminargruppe. Natürlich wird auch darüber im blog berichtet.  
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Im 2. Teil der Veranstaltung beschäftigten wir uns erneut mit den Farbkarten, mit denen wir zuvor die Farben des Gemäldse "Kaisersonntag" von Lovis Cortinth untersucht  hatten. Wolfgang Mennels Gedicht "Das farbigste Gedicht der Woche" (Downloadmaterial: ROTBLAUSCHWARZGRAU - Begleitheft für darstellende Kunst junges akademietheater ulm im Internet) lieferte eine wunderbare Anregung nach einen "Lieblingsbild" zu suchen. Mennel hat in seinem Gedicht mit Farbadjektiven gearbeitet. Nach seinem Vorbild sollten aus der 1. Strophe des Gedichts 4 Zeilen mit den Farbkarten auf den Museumsboden gelegt werden. Natürlich kann eine derartige Aufgabenstellung nicht ohne Vorbereitung in der Schule gelingen. Im vorbereitenden Unterricht sollte das Gedicht erarbeitet werden, beispielsweise indem die verschiedenen Farbadjektive als Farben in Illustrierten gesucht und ausgeschnitten werden und Karten mit den Farben und Wörtern beklebt werden. Sehr viel einfacher wäre ein Parallelgedicht zu Eugen Gomringers Gedicht "du blau" (http:/aircube.at/eugen-gomringer) von den Schülerinnen und Schülern als Farbgedicht zu einem Lieblingsbild zu legen. Auch dieses Übung wurde erprobt. Natürlich wären statt der Farbkarten auch Wortergänzungen möglich. Beide Aufgaben sind auch nacheinander sinnvoll, wenn man Farbnuancen zu Bildern benennen möchte.         Die Teilnehmerinnen der Arbeitsgemeinschaft werden nun im Unterricht den Museumsbesuch vorbereiten und mit ihren Schülkerinnen und Schülern ins Museum kommen. Natürlich werden wir die Besuche kommentieren und  im blog darüber berichten. Das nächste Treffen der Arbeitsgemeinschaft "Leichte Sprache" wird am 22.Mai 2014 von 15:30-17:30 Uhr im Wallraf-Richartz-Museum stattfinden. Interessenten können sich noch anmelden.
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    Anfang der Woche. Lorena Markewitsch, Praktikantin im Museum für Angewandte Kunst und die Museumspädagoginnen Romana Breuer und Karin Rottmann trafen sich, um Objekte für das neu zu konzipierende Programm für den italienischen und spanischen Herkunftsprachenunterricht zusammenzustellen. Seit einigen Jahren engagiert sich der Museumsdienst Köln für Herkunftsprachenprogramme in der Museumspädagogik und auch im nächsten Jahr führen wir die erfolgreiche Kooperation mit dem Zentrum für Mehrsprachigkeit fort. Wieder sollen Museumsobjekte vorgestellt werden, die aus den Herkunftskulturen der Zielgruppe stammen. Diese werden thematisch gefasst und methodisch interessant für die Projektarbeit des Italienisch- und Spanischunterrichts aufbereitet. Lorena Markewitsch wird in den nächsten Wochen eine wissenschaftliche Recherche zu den Themen und Objekten durchführen und damit die Textgrundlage für die Lehrerfortbildung schaffen. Und das sind einige unserer Planungsideen: Die schöne Isotta degli Atti von Rimini sollte auf einer Medaille geehrt werden, weil ihr Ehemann, Fürst Sigismondo Malatesta sie so verehrte. Im Schulprogramm werden sich die Schülerinnen und Schüler vorstellen, wie der Herrscher von Rimini den Künstler Matteo di Andrea de‘ Pasti beauftragt, dasPortrait seiner Geliebten und späteren Frau auszuführen. Mit dem Thema „Im Reich der Fürsten“ werden wir uns auch die Hochzeit des Fürstenpaares vorstellen. Um dies anschaulich zu machen, werden die Jungen und Mädchen eines der kostbarsten Objekte des Museums genau untersuchen. . Das ausgesprochen seltene farbige Glas mit Emailmalereizeigt einen festlichen Brautzug aus dem 15.Jahrhundert und gibt Einblickin das luxuriöse Leben des höfischen Lebens. Die am Projekt beteiligten Schulklassen werden selbst in die kostbaren Gewänder unserer historischen Kostüme schlüpfen und sich alsTeilnehmerinnen und Teilnehmer der Hochzeitsgesellschaft fotografieren. Nun wollen wir aber nicht zu viel verraten. Auf jeden Fall soll das neue Sprachprogramm lustig und spannend werden, wenn zum Beispiel die „Questura“ in Venedig in einem Spionagefall ermittelt, ein Heiliger mit ganz wenigen Soldaten das Abendland rettet oder Theaterstücke im Stil der Commedia dell'arte zu einer etwas verschlafenen Porzellandame mit Spinnrad improvisiert werden. Über den weiteren Verlauf werden wir berichten.  
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Zwei kreative Fahnen werden zukünftig an Schulen in Köln und Jerusalem auf eine wunderbare Schulpartnerschaft hinweisen. Welche der Rolle das Kölnische Stadtmuseum und der Museumsdienst dabei spielen, lesen Sie hier [Mehr]
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Ein wichtiger Aspekt unserer Weiterbildungsangebote ist die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Partnern, die ständig unseren Horizont erweitern helfen. Hier geht es um Integration, Partizipation und Kooperation [Mehr]
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Ein ganz besonderes "Schmankerl" aus unserer Reihe museumspädagogischer Methoden: Materialien für DaF und DaZ. Wer sich für Sprachunterricht im Museum interessiert, der findet hier jede Menge Anregungen für die Gestaltung eines besonderen Museumsbesuches. [Mehr]
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Was ist typisch Frau? Was sind männliche Gesten? Welchen Beitrag kann die Kunst zum Thema Gender leisten? Und wie kann ich all das in meinen Unterricht einbauen. Hier lesen Sie den Bericht von unserer äußerst anregenden Lehrer-Fortbildung zu diesem Thema. Inklusive Materialien zum Download!
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Eine Welt und viele Sprachen. Deren Farben bereichern die Kultur. Auch und besonders im Museum. Wer sich für Pilotprojekte zu Mehrsprachigkeit und Integration interessiert, der liest hier mehr. [Mehr]