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07
Die Lehrerarbeitsgemeinschaft "Leichte Sprache" hat Ideen und Materialien zu Max Liebermanns "Rasenbleiche" zusammengetragen. Natürlich besuchten erneut einige Schülerinnen und Schüler der beteiligten Förderschulen vor den Sommerferien das Wallraf-Richartz-Museum, um unsere Vorarbeiten zu testen. In der Fortbildung diskutierten wir, dass es sinnvoll sei, über die Fragestellung "Wie wird Wäsche gewaschen?" in das Thema einzusteigen. Gustave Caillebottes "Trocknende Wäsche am Ufer der Seine" war unsere erste Anlaufstation. Hier fachsimpelten wir über Weiß- und Buntwäsche und alle Schülerinnen und Schüler konnten ihre Kompetenzen zum Besten geben. Es war sehr schön, dass auch über andere Länder gesprochen werden konnte, so berichtete ein Mädchen mit indischem Migrationshintergrund, dass dort die Wäsche im Fluss gewaschen wird. Auf diese Weise eingeführt, konnten wir uns Liebermanns "Rasenbleiche" unter kulturgeschichtlichen Fragestellungen anschauen. Die Lehrerinnen der Pestalozzischule hatten einen "Fühlkasten" vorbereitet, und so wurde die Bildbetrachtung zu einem Fühl- und Seherlebnis. Baumrinde, ein frisches Grasbündel, Hühnerfedern, ein Apfel, ein feuchtes Wäschestück und ein kleiner Blumentopf aus Ton mussten jeweils identifiziert und als Abbildung im Gemälde gefunden werden. So wurden viele Details des Bildes und die stoffliche Darstellung der Gegenstände besonders intensiv wahrgenommen. In der Werkstatt  wurde das Gemälde in einer gemeinsamen Arbeit nachempfunden. Es entstand eine Collage mit aus Stoffen ausgeschnittenen "Wäschestücken", die entweder wie in der Vergangenheit auf die Wiese "geklebt" oder im heutigen Sinne traditionell an die Wäscheleine gehängt werden konnten.     
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05
          Außerschulische Lernorte wie Museen sind Räume, die inspirieren und Kommunikation ermöglichen. Museumspädagogik hat die Aufgabe, diese Potentiale durch geeignete Methoden und Übungen für die verschiedenen Zielgruppen zu erschließen. Vermittlungsarbeit in Museen vollzieht sich in erster Linie auf einer sprachlichen Ebene. Deshalb sind Museen wunderbare Orte für den Sprachunterricht. Das hier vorgestellte Projekt entstand für INNOCLILIG: Der Museumsdienst Köln wurde für das Programm ausgewählt und stellte ein typisches „Sprachlernprogramm auf dem Level A1" vor. Sechzehn Schüler der Internationalen Förderklasse (IFK) des Kölner Berufskollegs Humboldtstraße nahmen mit ihrer Deutschlehrerin, Theresa Kuss, als schulischer Partner daran teil. „INNOCLILiG ist ein vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland gefördertes  Forschungs- und Entwicklungsprojekt zum integrierten Sprachen- und Fachlernen auf Deutsch an allgemeinbildenden Schulen der Primar- und Sekundarstufe globusweit. Im Mittelpunkt des Projekts stehen Erhebungen, Dokumentationen und Analysen zu unterschiedlichen Praktizierungsformen des integrierten bzw. fächerübergreifenden Lernens des Deutschen als Fremd- und Unterrichtssprache über Grenzen hinweg. Auf dieser Grundlage gilt es als ein übergeordnetes Hauptziel des Projekts (a) relevante internationale Kooperationsstrukturen zum Thema aufzubauen und zu konsolidieren sowie (b) die weitere Etablierung, Begleitung und Förderung dieser (Sprach-)Bildungskontexte zu unterstützen – und dies mittels zeitgerechter, teils vollkommen neuartiger und INNOvativer Maßnahmen, Medien und Stützinstrumente. Da die englischsprachige Bezeichnung CLIL -  Content and Language Integrated Learning – die Grundprinzipien des integrierten Sprachen- und Fachlernens (z.B. den Dualfokus auf Sprache UND Inhalt sowie die Betonung der Lern- statt der Unterrichtsperspektive) treffend ausdrückt und sich im europäischen Fachdiskurs (auch in deutschsprachigen Kontexten) gerade als Oberbegriff für den Bildungsansatz insgesamt etabliert hat, wurde es auch hier im Projekttitel berücksichtigt – mit explizitem Verweis auf Deutsch als Ziel- und Arbeitssprache (CLIL in German). Daher also CLILiG –und INNOCLILiG.“   Quelle: http://rule.uta.fi/innoclilig/innoclilig/   Der hier im Kontext des Filmprojektes vorgestellte Museumsbesuch ist Teil einer Unterrichtseinheit zur Poesie. Die vorbereitenden Lektionen thematisierten unter anderem Gedichte aus den Herkunftskulturen der jungen Erwachsenen. Außerdem wurden Arbeitsaufgaben, die im Museum zum Einsatz kommen sollten, erarbeitet, damit diese nicht im Museum eingeführt werden mussten.   Im Wallraf-Richartz-Museum sollten zunächst in den Sammlungsräumen zum Impressionismus „Museumsgraffities“ auf den Boden gelegt werden. Diese Graffitis wurden im Anschluss ausführlich von den Gruppenmitgliedern erklärt bzw. die Festlegung auf das bestimmte Wort begründet. Darüber hinaus stellten sich die jeweiligen Arbeitsgruppen den Fragen der gesamten Gruppe. In dieser Phase zeigte sich einerseits deutlich, dass die inhaltliche Arbeit weitgehend von den Schülern selbst bestimmt wurde. Diese arbeiteten bei der Deutung der Kunstwerke eigenverantwortlich und entwickelten eigene Interpretationen. Die Betreuerinnen wurden zu Lernbegleitern und Beratern, die zwar präsent waren und Hilfestellung leisteten, jedoch begrenzte sich ihr Einsatz deutlich. Symmetrische Kommunikation ist ein wichtiges Ziel in der Museumspädagogik. Wir möchten nicht als allwissende Dozenten vor dem Publikum stehen, sondern die Menschen dazu anregen und befähigen, selbst auf eine Forschungsreise zu gehen und ihre Entdeckungen mit anderen zu teilen.   Die Schülerinnen und Schüler, aber auch die INNOCLIiG-Projektleiter Kim Haataja und Rainer Wicke waren begeistert vom Museumtag.     Weitere Methoden schlossen sich an und erscheinen demnächst als Filmdokumentation mit einer Handreichung von Materialien. Wir werden darüber berichten.  
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02
Die Kollegschule Humboldstraße führt in diesen Tagen eine Projektwoche durch. Als Partnerschule des Museumsdienstes Köln ist es Ehrensache, dass einige Workshops in unseren Museen stattfinden. Die Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Projektgruppen besuchten Workshops zum Thema "Körperschmuck" im Rautenstrauch-Joest-Museum, erhielten ein "Laufstegtraining", besuchten die Restaurierungswerkstatt im Museum für Angewandte Kunst und beschäftigten sich heute mit Körpersilhouetten in der Modegeschichte anhand von Gemälden im Wallraf-Richartz-Museum. Viel Interesse fand die "Burgundische Mode" mit witzigen Details wie beispielsweise die ausgefallene Haube. Als sehr faszinierend und ungesund wurde die Wespentaille im Rokoko empfunden. Im Vergleich zur Männerkleidung war Frauenmode zumindest für die reiche Damenwelt unpraktisch; der Körper war durch viel Stoff viel unbeweglicher als der Mann, der meistens jedenfalls viel Beinfreiheit haben durfte. Oft ist der Frauenkörper "verformt", zum Beispiel durch "Hüftkissen" oder von Korsetts eingeschnürt. Zu den  ausgefallensten Modeepochen wurden Skizzen angefertigt. Über Scherenschnitte, die in der Werkstatt zu den Skizzen hergestellt wurden, konnte man sehr gut die Körpersilhouetten der Epochen unterscheiden. Die jungen Damen fanden die Exkursion ins Wallraf-Richartz-Museum interessant, vor allem, weil sie aktiv sein konnten und all die vielen Modedetails in den Gemälden selbst entdecken konnten. Sie fanden, dass Körpersilhouetten auch heute in der Mode eine große Rolle spielen und nahmen sich vor, Modezeitschriften unter diesem Blickwinkel zu untersuchen.    
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01
Im 2. Teil der Veranstaltung beschäftigten wir uns erneut mit den Farbkarten, mit denen wir zuvor die Farben des Gemäldse "Kaisersonntag" von Lovis Cortinth untersucht  hatten. Wolfgang Mennels Gedicht "Das farbigste Gedicht der Woche" (Downloadmaterial: ROTBLAUSCHWARZGRAU - Begleitheft für darstellende Kunst junges akademietheater ulm im Internet) lieferte eine wunderbare Anregung nach einen "Lieblingsbild" zu suchen. Mennel hat in seinem Gedicht mit Farbadjektiven gearbeitet. Nach seinem Vorbild sollten aus der 1. Strophe des Gedichts 4 Zeilen mit den Farbkarten auf den Museumsboden gelegt werden. Natürlich kann eine derartige Aufgabenstellung nicht ohne Vorbereitung in der Schule gelingen. Im vorbereitenden Unterricht sollte das Gedicht erarbeitet werden, beispielsweise indem die verschiedenen Farbadjektive als Farben in Illustrierten gesucht und ausgeschnitten werden und Karten mit den Farben und Wörtern beklebt werden. Sehr viel einfacher wäre ein Parallelgedicht zu Eugen Gomringers Gedicht "du blau" (http:/aircube.at/eugen-gomringer) von den Schülerinnen und Schülern als Farbgedicht zu einem Lieblingsbild zu legen. Auch dieses Übung wurde erprobt. Natürlich wären statt der Farbkarten auch Wortergänzungen möglich. Beide Aufgaben sind auch nacheinander sinnvoll, wenn man Farbnuancen zu Bildern benennen möchte.         Die Teilnehmerinnen der Arbeitsgemeinschaft werden nun im Unterricht den Museumsbesuch vorbereiten und mit ihren Schülkerinnen und Schülern ins Museum kommen. Natürlich werden wir die Besuche kommentieren und  im blog darüber berichten. Das nächste Treffen der Arbeitsgemeinschaft "Leichte Sprache" wird am 22.Mai 2014 von 15:30-17:30 Uhr im Wallraf-Richartz-Museum stattfinden. Interessenten können sich noch anmelden.
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01
Gestern trafen sich einige Kolleginen aus der Pestalozzischule und der Förderschule am Römerturm zur ersten Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft "Leichte Sprache" im Wallraf-Richartz-Museum. Die AG setzt sich das Ziel, Materialien für Museumsbesuche vorzubereiten und dazu Unterrichtsideen für die Vor- und Nachbereitung zu entwickeln. Vermittlungsarbeit hat bekanntlich immer mit Kommunikation zu tun und deshalb ist im Kontext der Inklusion vor allem das Thema "Leichte Sprache" wichtig. In diesem Zusammenhang möchten wir als Museumspädagoginnen von der Erfahrung und dem Know how der Kolleginnen der Förderschulen profitieren, um Hilfestellungen für unsere Arbeit im Museum zu erhalten. Ich brauchte den Kolleginnen natürlich nicht zu erklären, was Leichte Sprache ist? Das Netzwerk Leichte Sprache hat die wunderbare Handreichung "Halt! Leichte Sprache"  geschrieben (Link: www.leichtesprache.org), mit der die "Lebenshilfe Landesverband Sachsen e.V. 2013 im Residenzschloss in Dresden für Museumspädagogen einen Workshop durchführte. Das Material ist seitdem ein Begleiter für meine Textproduktion. Der Spickzettel auf meinem Schreibtisch hat folgende Stichpunkte: Bekannte Wörter benutzen/ Wörter, die nicht bekannt sind muss man erklären/  kurze Wörter wählen/ zusammengesetzte Wörter mit Bindestrichen teilen/  keine Verneinungen verwenden/ das Passiv vermeiden/ keinen Konjunktiv verwenden/ am Zeilenende keine Trennung/ kurze Sätze mit Subjekt, Prädikat und Objekt formulieren/ immer nur einen Gedankengang pro Satz/  Leichte Sprache liebt Wiederholungen/ Absätze strukturieren Texte!/ Am Anfang steht das Wichtige/ überflüssige Informationen streichen/ Sonderzeichen vermeiden, serifenlosen Schrifttyp verwenden, kurze Zeilen mit einem Satz/ 1,3 Zeilenabstand wählen/ starke Kontraste wählen, linksbündig schreiben, kein Blocksatz/ wenn es möglich ist, sollten Symbole, Bilder und Zeichnungen die Textaussagen unterstützen. In der ersten Sitzung beschäftigten wir uns mit dem Gemälde "Kaisersonntag" von Lovis Corinth. Bereits die ersten Materialien lösten eine Diskussion aus. In einer Schachtel lagen Wörter, die zu den dargestellten Dingen und Begriffen des Gemäldes passten. Verstehen die Schülerinnen und Schüler das Wort "Baumkronen"? Wäre statt des Plurals der Singular besser geeignet? Bietet man beides an, auf der Vorder- und Rückseite? Ist der Schrifttyp geeignet? Wie geht man methodisch vor? Wäre ein Kartenset besser, aus dem die Kinder jeweils eine Karte ziehen, das Wort lesen und schauen, ob der Gegenstand oder Begriff auf dem Bild zu sehen ist? Wären Symbole und bildliche Darstellungen für einige Schülerinnen und Schüler geeigneter? Bietet man auch hier besser beides an? Wir gingen sehr ins Detail und hatten durchaus auch unterschiedliche Ansichten. Es folgte die Arbeit mit den Farbkarten und farbigen Garnröllchen, um die Farbnuancen des Gemäldes zu untersuchen. Wir beschäftigten uns danach mit dem Bilddiktat zum Kunstwerk. Mit 3 Strichen ist es möglich, das Bild zu skizzieren. Fortsetzung folgt!  
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Die ersten Objekte für die große Ausstellung unseres Madonnen-Projektes sind fertig. Ein Besuch im Wallraf-Richartz-Museum schärfte noch einmal den Blick für Attribute und Bildkontexte. [Mehr]
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Ein Bericht zur Lehrerfortbildung zum Museum taktil - Museum textil [Mehr]
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Ein kleines Youtube-Video zu Kragen-Ansichten ... [Mehr]
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Flache Kragen, bunte Kragen, pelzige Kragen, Mühlsteinkragen, Spitzenkragen, Vatermörder ... bei einem Rundgang durch das Wallraf-Richartz-Museum entdeckten Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs Humboldstraße jede Menge Anregungen für ihr Projekt. Mit kreativen Experimenten konnten sie überraschende Einsichten gewinnen. [Mehr]
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Es ist Urlaubszeit! Wir haben ganz viele Vorschläge, Ideen und Anregungen. Wer sich anstecken lassen will von unserer Urlaubsstimmung - hier entlang... [Mehr]