30
03
Vergangenen Dienstag trafen sich 17 Erzieherinnen aus städtischen Kindertageseinrichtungen im Museum Ludwig. Im Laufe eines Vormittags sollten sie ein Bild vertonen, Picasso näher kennen lernen und eine völlig neue Methode mit Filzplatten entdecken. [Mehr]
20
03
Wie kann das Mittelalter lebendig werden? Eine Frage, der sich eine Gruppe von Studierenden der Geschichtsdidaktik hier nicht in einem historischen Museum widmet, sondern in der Mittelalterabteilung des Wallraf-Richartz-Museums. [Mehr]
20
03
Wie kann das Mittelalter lebendig werden? Zum Beispiel mit Hilfe eines chinesischen Drachens namens Long. Der brachte in einem Seminar für die Ruhruniversität Bochum die Studierenden der Geschichtsdidaktik zum Staunen. [Mehr]
02
03
Eine Gruppe von Referendarinnen und Referendaren mit der Fächerkombination Kunst, Musik und Sport besuchte mit ihren Fachleiterinnen, Christina Otto, Carolin Moss und Christina Keune das Museum Ludwig. Das Treffen sollte dazu genutzt werden, Methoden der Museumspädagogik kennen zu lernen und zu diskutieren, wie die angehenden Lehrkräfte künftig mit ihren Klassen den außerschulischen Lernort nutzen könnten. Es war schön zu sehen, dass die jungen Kolleginnen und Kollegen neben den kunstpädagogischen Aspekten der Kunstbetrachtung im Museum auch immer wieder Ideen ihrer Fächerkombinationen einbrachten. Das Foto zeigt, wie Gegenstände, die auf Erich Heckels "Fasanenschlösschen" benannt und von der Gesamtgruppe als Luftzeichnung umgesetzt wurden. Derartige Übungen zeigen, wie eng die Wahrnehmung von Kunst und Sprache verbunden ist, um so mehr, wenn das Wort im Bild gesehen und dessen Form in Bewegung umgesetzt wird.
04
02
Anstrengend ist eine Fortbildung schon, wenn ein voller Unterrichtstag hinter den Kolleginnen und Kollegen liegt. Die Fachkonferenz Deutsch aus der Ursulinenrealschule in Köln wollte prüfen, ob und mit welchem Thema eine Deutschunterrichtsreihe mit einem Museumsschwerpunkt  realisierbar wäre und buchte bei uns eine Fortbildung. In Vorgesprächen hatten wir schon festgestellt, dass eine derartige Reihe gut im 7. Jahrgang angesiedelt wäre. Es stehen keine Praktika und Prüfungen an. Um eine Grundlage für Planungsgespräche zu haben, erprobten wir die Methoden, die in der Projektwoche letzte Woche durchgeführt worden waren. Als Beispiel für eine assoziative Erkundung des Museums wurden Museumsgraffitis gelegt und eine Reihe von kreativen Schreibübungen vorgestellt. Die Kolleginnen und Kollegen interessierten sich besonders für die "Herta-Müller-Methode". In einer Variante zur Methode der Nobelpreisträgerin sollten Wörter aus Zeitungen Kunstwerken zugeordnet und mit Hilfe von weiteren Schreibrezepten zu Texten verarbeitet werden. Wir diskutierten das Problem, dass in Museumsräumen nicht mit Scheren gearbeitet werden darf. Deshalb gaben wir uns den Auftrag, Wörter auf einer Zeitungsseite zu markieren, später in der Werkstatt auszuschneiden und zu Texten zu verarbeiten. Abgeschlossen ist die Planungsphase noch nicht, denn man möchte weitere Verfahren erproben und dann in der Fachkonferenz entscheiden, wie das Thema im schulinternen Lehrplan verankert werden soll. Es ist sehr begrüßenswert, wenn Schulen für ihre Schülerschaft Museen zugänglich machen. Wir hoffen, dass diese Arbeitsform "Schule macht" und andere folgen werden.  
30
01
Anlässlich der Tagung „Sprachen lernen – kreativ, aktiv, handlungsorientiert“, die vom 15. bis 16. Januar 2015 an der Universität zu Kassel vom Seminar „Deutsch als Fremd- und Zweitsprache“ ausgerichtet wurde, fand ein zweitägiger Workshop in der Neuen Galerie statt. An dieser Stelle ist bereits oft über „Sprachprogramme“ geschrieben worden. Daher verwundert es nicht, dass der Museumsdienst eingeladen wurde, einen Workshop zum "außerschulischen Lernort Museum“ anzubieten. „Museumsgraffiti & Co – Methoden im Kontext des Sprachunterrichts im Museum“ hieß der Titel der Veranstaltung. Museen sind Orte der Inspiration und Kommunikation. Auch der Sprachunterricht kann vom außerordentlichen Potential dieser Lernräume profitieren. Im Workshop wurden verschiedene Methoden und Übungen vorgestellt, erprobt und im Kontext der Sprachdidaktik und verschiedener Lernniveaus diskutiert. In Arbeitsgruppen erstellten wir Museumsgraffitis mit Schnüren auf den Museumsboden, um Museumsräume, Exponate und ihre Beziehungen mit Hilfe einzelner Wörter zu erkunden. Museumsbesuche werden auf diese Weise zu inspirierenden Exkursionen, die Überraschungen in vielfältiger Weise ermöglichen. Obwohl keine kunstwissenschaftlichen Inputs gegeben wurden, diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer intensiv über Kunst, unterschiedliche Lebensansichten und ästhetische Erfahrungen. Sprachspiele mit Kunst eröffneten darüber hinaus die Möglichkeit Wortschatzarbeit und Grammatik im Museum mit einem Spaßfaktor zu besetzen. Ein Repertoire von Schreibrezepten gab Gelegenheit poetische Texte zu Kunstwerken zu schreiben und die Arbeitsergebnisse im Museum zu performen. Zwei Fotos illustrieren unsere Arbeit in der Neuen Galerie. Die Arbeit "preussisch" von Armando (H.D. van Dodeweerd) belegte eine Arbeitsgruppe mit dem Wort "Grab". Das Kreuz erinnerte sehr an einen Orden und ließ Assoziationen zum Thema Soldaten, Krieg und Tod aufkommen. Richters Gemälde "Abstraktes Bild Nr. 489" führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Wort "Lebensfreude" und bezog sich auf die hellen Farben und Leichtigkeit der Bildwirkung. Die teilnehmenden Kolleginnen und Kollegen aus den Universitäten, Schulen und anderen Bildungseinrichtungen gaben ein sehr gutes Feedback und viele nahmen sich vor, mit ihren Lerngruppen künftig Museen als Lernorte wahrzunehmen oder sogar nach Köln zu kommen, um mit ihren Studierenden auf diese Weise auch die Städtischen Museen kennen zu lernen.      
23
01
Im gestrigen Treffen der Arbeitsgemeinschaft "Leichte Sprache" im Museum Ludwig sollte es um das Thema "Farben und Gefühle" gehen. Zu Beginn sichteten wir das Material, das der Museumsdienst Köln bereits für eine Schülerwerkstatt in der Primarstufe erarbeitet hatte. Im Zentrum dieser Werkstatt steht das Bilderbuch "Heute bin ich" von Mies van Hout. Die Illustratorin hatte in diesem Buch Kreidezeichnungen von Fischen mit Adjektiven verknüpft und diese Gefühls-Wörter auch typografisch interpretiert. Die Kolleginnen aus der Förderschule fanden die Thematik sehr interessant und konnten sich gut vorstellen, mit ausgewählten Adjektiven die persönlichen Befindlichkeiten und Gefühle zu thematisieren. Es wurden mögliche Unterrichtsreihen, die in diesem Halbjahr anstehen, einbezogen. Die Lehrerin Janina Goldberg sieht eine Möglichkeit, die Thematik im Kontext einer Unterrichtseinheit zur Sexualkunde einzubeziehen. Im Deutschunterricht wäre es sinnvoll, eine Auswahl von Adjektiven zu untersuchen. Wir spielten das an einigen Wörtern, die Mies van Hout für ihr Buch ausgewählt hatte, durch. So erscheint es uns sinnvoll, das Wort "neugierig" zunächst in seiner Wortbedeutung  zu besprechen. Im Duden findet sich das Wort "wissbegierig", aber auch "vorwitzig" als Bedeutungsspektrum. Es kam ebenso die Idee auf, das Adjektiv mimisch zu interpretieren und eventuell Fotos von den Schülerinnen und Schülern zu machen. Nach dieser Vorbereitung ist es vorstellbar, mit den Lerngruppen ins Museum zu gehen und expressionistische Portraits mit den erarbeiteten Adjektiven zu betrachten. Mit den von uns ausgewählten Gemälden von Pechstein und Jawlensky konnten wir gut arbeiten und merkten sehr schnell, dass Kunstwerke sehr vieldeutig sind und man mehrere Wörter der Liste unterschiedlich deuten kann. Als nächsten Schritt überlegten wir den Transfer dieser Eindrücke auf die persönliche Befindlichkeit. Ein Arbeitsblatt zum Thema "Heute bin ich...", zu dem Adjektive zur eigenen Person gesammelt und diese dann Farben zugeordnet werden sollten, half bei der Strukturierung. Die Kolleginnen hatten zum AG-Termin "Selfis" ausgedruckt, die nun zum Einsatz kamen. Die praktische Aufgabe lautete, das Selbstportrait mit den ausgewählten Farben des Arbeitsblattes zu kolorieren. Die Technik wurde freigestellt. Einige der Arbeitsergebnisse sind weiter unten zu finden. Die Kolleginnen aus den Förderschulen beginnen nun ihre Unterrichtseinheiten auszuarbeiten und werden zum Thema auch das Museum Ludwig besuchen. Wir werden berichten. Heute bin ich ... und Farbe.docx (44,79 kb)      
22
12
Der Museumsdienst hat mit der Lehrerfortbildungsreihe "Museumslabor" ein Angebot, bei dem sich Kolleginnen und Kollegen mit den Originalen im Museum methodisch und künstlerisch-praktisch auseinandersetzen und darüber hinaus ihren Kunstunterricht reflektieren können. Die Rückmeldungen zu den in der Regel ganztägigen Fortbildung an Samstagen zeigt das große Bedürfnis nach eigener künstlerischer Praxis, denn viele Kolleginnen und Kollegen kommen im Berufsalltag kaum dazu, Aufgabenstellungen für den Unterricht zu erproben und im Kollegenkreis zu diskutieren. Im Herbst fand unter dem Titel "Monets Werkstatt" einer dieser Fortbildungen statt. Sie stand im Zusammenhang mit der Sonderausstellung "Die Kathedrale" im Wallraf. Der Museumsdienst bietet unter diesem Titel auch eine Schülerwerkstatt an. Dies war natürlich auch ein Grund für die Kolleginnen und Kollegen, sich über die Fortbildung gezielt auf ihren Unterricht mit Museumsbesuch vorzubereiten. Für alle war es ein Genuss, eine Reihe der berühmten Kathedralgemälde von Monet einmal genauer zu untersuchen. Arbeitsteilig wurden die verschiedenen Farbtöne der Bilder untersucht und später in der Werkstatt nachempfunden. Begonnen hatte die Fortbildung mit einer ungewöhnlichen Aufgabenstellung. Die Kolleginnen sollten ihre Vorstellung von einer Kathedrale blind zeichnen. Es erstaunte zunächst nicht, dass die meisten der Teilnehmerinnen den Kölner Dom mit seinen charakteristischen Turmspitzen zu Papier brachten. Es gab allerdings auch einige "Ausreißer". Zwei Kolleginnen entschieden sich für den charakteristischen Umriss von Notre Dame de Paris. Es war sicherlich kein Zufall, dass die Kolleginnen Französischlehrerinnen waren. Das war natürlich eine Steilvorlage, die Intention der Sonderausstellung zu thematisieren. Sehr interessant fanden die Kolleginnen die Arbeit mit Farbkarten. Mit diesen konnten die Farbtöne der Gemälde untersucht und in der Werkstatt gemischt werden.        
16
12
Caroline Stegmann Rennert, Museumspädagogin im Museum für Ostasiatische Kunst, schrieb: Wir freuen uns, dass Professor David Smeyers von der Musikhochschule Köln und seine Studierenden zur Vorbereitung eines Seminars zu einem praktischen Workshop ins Museum für Ostasiatische Kunst gekommen sind. Der Besuch diente der Einstimmung  auf die bevorstehende intensive musikalische Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Komponisten aus Ostasien. Die Begegnung mit den Museumsobjekten sollte grundlegende Denkweisen asiatischer Kultur deutlich werden lassen und den Studierenden die Möglichkeit eröffnen, demnächst Parallelen zwischen den Gattungen zu entdecken.   Die Besonderheiten ostasiatischer Gestaltung und  Ästhetik wurden bei der Betrachtung von chinesischer und japanischer Kalligraphie und Malerei deutlich. In der Museumswerkstatt erfuhren  die Jungmusiker, die selber aus unterschiedlichen Kulturen stammen, ganz praktisch, wie man mit Pinsel und schwarzer Tusche auf Papier chinesische Schriftzeichen komponiert.    
26
11
In der Sonderausstellung "Die Heiligen Drei Könige - Mythos, Kunst und Kult", englisch "The Magi", die das Museum Schnütgen ausgerichtet hat, befindet sich eine Marmorplatte mit einer der ersten Darstellungen der "Sterndeuter aus dem Morgenland" aus dem 3./4.Jahrhundert. Die Bildsprache folgt noch der der römischen Kunst. In der Vorstellung dieser Zeit gelten die im Matthäusevangelium genannten weisen Männer, die die Sterne deuten können und aus dem Morgenland stammen, traditionell als Untertanen des römischen Kaisers. In entsprechender Haltung übergeben sie ihre Gaben dem "neuen König". Unter anderem überreichen sie einen Kranz. Auch dieser entstammt der römischen Kaiserikonographie. Man kannte den Lorbeerkranz, aber auch den Kranz aus Efeu.   Im Workshop für Dozentinnen und Dozenten der Palacký University in Olomouc nahmen wir diese Idee auf und banden einen Kranz, in den wir goldene Blätter steckten und diese mit unseren Wünschen zur Weihnachtszeit beschrifteten. In einer zweiten praktischen Aufgabe entstanden "Magi-Boxen", die als Wortspiel die englische Übersetzung unserer "Heiligen Drei" aufgriffen und in die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops mit Wünschen in goldenen und silbernen Lettern beschriftete Lorbeerblätter legten. Mit diesem Schatz konnte man getrost nach Hause gehen. Die Kolleginnen und Kollegen der Universität fanden die Idee, ein emotionales Mitbringsel zur Ausstellung zu gestalten, sehr gut.