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Unter strahlend blauem Himmel fuhr uns der Thalis in 3:15 Std. nach Paris und kurze Zeit später standen wir, Angelika von Tomaszewski und Karin Rottmann, vor dem röhrenumwundenen Centre Pomidou und wurden von  Martin Bourguignat, einem Kollegen der pädagogischen Abteilung des Hauses, empfangen. Er stellte das Vermittlungskonzept des Centre Pompidou vor. Es gibt Programme für Kinder von 3-6, von 7-12 und für Teenager von 13-18 Jahren. Alle Programme setzen sich das Ziel, ästhetische Erfahrungen zu machen. Wir besichtigten das zur Zeit eingerichtete didaktische Labor zu Frida Kahlo im großen Treppenhaus des Gebäudes. Dort gab es ein Bett mit einem Spiegel im Himmel, in dem man sich im Liegen portraitieren kann, es gab Stühle mit ungewöhnlichen Sitzflächen, Puzzles und viele andere Aktionsmöglichkeiten für die kleinen Besucher. Ein großes Team von Projektmanagern sorgt für viel Abwechslung, „denn vor allem den Jugendlichen wird es sehr schnell langweilig und sie verlangen nach neuen Themen“, bemerkte Martin. Die verschiedenen Aktionsbereiche für das jugendliche Publikum sind übrigens nicht oder nur selten abgestimmt auf die verschieden Sammlungen und Sonderausstellungen des Centre Pompidou. Der hier vorgestellte Vermittlungsansatz stellt also nicht primär die Rezeption der im Museum ausgestellten Exponate in den Vordergrund sondern eher die grundsätzliche ästhetische Erfahrung. Das fanden wir sehr interessant.   Der eigentliche Auftrag der Dienstreise war jedoch der Besuch der Ausstellung von Pierre Huyghe, die im April als weitere Station im Museum Ludwig Halt macht. Maud Desseignes, die Leiterin des Ausstellungsmanagements empfing uns und begleitete uns durch die Ausstellung: Wir betraten einen magischen Ort! Ein Eishügel glitzerte im Innenhof der Ausstellung, ab und zu umwölkt von Nebelschwaden aus einer Maschine. Der durch die Dokumenta berühmt gewordene liegende weibliche Akt mit bereits winterstarren Bienenkopf verstärkte die unwirkliche Situation. Ein weißer Hund mit rosa Bein, gefolgt von einem Mann mit Rabenmaske tauchten in einer Nebelschwade auf, gingen stumm an uns vorbei in den Ausstellungsraum. Wir folgten den beiden vorbei an einem pinkfarbenen Sandhügel, wurden abgelenkt durch eine Ameisenstraße an der Wand, die angekündigten Spinnen blieben jedoch in ihrem Versteck. In der Ausstellung gab es vieles zu entdecken: Ein Aquarium mit einem riesigen schwebendem Stein schien die Naturgesetze außer Kraft zu setzen und stellte gewohnte Erfahrungen in Frage, ein Film von der Documenta-Präsentation mit überlauten Naturgeräuschen versetzte uns in Alarmbereitschaft, denn ein überlauter Bienenschwarm schien durch die Ausstellungsräume zu schwirren. Ein Plakat forderte uns auf, den „Birthday of Art“ zu feiern. Pierre Huyghe hatte Künstlerkollegen aufgefordert 40 Plakate für die Ausstellung zu entwerfen, die im Wechsel jeden Tag ein anderes Motto vorgeben.   Der Besuch dieser Ausstellung beschäftigte uns dann auf der Heimfahrt und die Kölner Besucherinnen und Besucher dürfen auf unser Programm gespannt sein .  
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