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Gestern Abend um 20 Uhr konnte man im Museum Schnütgen wieder den Sound des Mittelalters genießen. Denn wie ich vor einigen Wochen bereits angekündigt hatte, fand nun das letzte Cäcilienkonzert für dieses Jahr statt. Die Protagonisten des Abends waren diesmal sechs Herren des Ensemble Ordo Virtutum unter der Leitung von Stefan Morent. Da sich im Museum Schnütgen noch bis zum 25. Januar 2015 alles um die Sonderausstellung der „Heiligen Drei Könige“ dreht, war es besonders schön, dass sich auch dieses letzte Konzert "Ecce advenit" in den Drei-Königs-Kontext einfügte. Die liturgischen Gesänge des Ensembles beschäftigten sich nämlich mit der Verehrung der Heiligen Drei Könige und dem Erscheinungsfest, das den Aufschein des Lichtes über der Krippe des Jesuskindes feiert. Das Ensemble Ordo Virtutum bei ihrem Auftritt im Museum Schnütgen. Foto: Heibach   Zuerst war ich etwas überrascht, denn nach dem letzten Konzert des Ars Choralis Coeln, rechnete ich wieder mit bunten mittelalterlichen Roben und Instrumenten. Doch das Konzert des Ensemble Ordo Virtutum war gänzlich anders. Man könnte fast sagen puristisch. Die sechs Männer des Ensembles traten in schwarzen Anzügen auf die Bühne und sangen ausschließlich ohne Instrumente. Trotzdem konnte allein ihre gewaltige Stimmkraft, die durch die Akustik der Kirche noch verstärkt wurde, überzeugen. Instrumente waren also gar nicht nötig. Auch wenn ich zuerst etwas anderes erwartet hatte, hatte auch dieses Konzert seinen Reiz. Besonders schön kann man an diesem Vergleich auch sehen, wie vielfältig und unterschiedlich die Musik des Mittelalters war. Durch die Cäcilienkonzerte hat man in Köln Gelegenheit ein großes Spektrum mittelalterlicher Musik kennenzulernen und im besonderen Ambiente einer mittelalterlichen Kirche zu genießen. Diese ziemlich einmalige Chance finde ich nach wie vor einfach toll! Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt, welche Konzerte zur mittelalterlichen Musik uns im nächsten Jahr erwarten und welche Bandbreite es dann wieder zu sehen und natürlich zu hören gibt. In 2015 werden die Konzerte in das Kölner Fest für Alte Musik (01. – 15. März 2015) eingebunden sein. Genaue Informationen dazu gibt es dann im nächsten Jahr auf der Homepage von Zamus  und im Veranstaltungskalender des Museum Schnütgen.   Ein Beitrag von Christina Heibach (Praktikantin beim Museumsdienst Köln)
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Wir berichteten, dass die Sprachintegrationsklasse des Heinrich-Mann-Gymnasiums in einem Modellprojekt in regelmäßigen Abständen die städtischen Museen besucht. Wir wollen untersuchen, ob der außerschulische Lernort Museum die Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler beeinflusst. Bislang haben wir 3 Treffen mit ganz unterschiedlichen Themen im Museum gehabt. Der 2. Museumsbesuch fand in der Sonderausstellung "Die Heiligen Drei Könige" des Museums Schnütgen statt. Als praktische Aufgabe sollten zur Ausstellung "Dreikönigswörter" gesammelt werden. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren in der Lage, eine derartige Liste anzulegen. Mit Hilfe der Beschriftungen war es auch für die "Sprachanfänger" möglich, geeignete Wörter zu finden und den Wortschatz entsprechend zu erweitern. Im Kunstunterricht der Schule wurde die Aufgabe mit kalligrafischen Übungen aufgegriffen. Die Fotostrecke zeigt einige der Ergebnisse.
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  In der Sonderausstellung "Die Heiligen Drei Könige - Mythos, Kunst und Kult", englisch "The Magi", die das Museum Schnütgen ausgerichtet hat, befindet sich eine Marmorplatte mit einer der ersten Darstellungen der "Sterndeuter aus dem Morgenland" aus dem 3./4.Jahrhundert. Die Bildsprache folgt noch der der römischen Kunst. In der Vorstellung dieser Zeit gelten die im Matthäusevangelium genannten weisen Männer, die die Sterne deuten können und aus dem Morgenland stammen, traditionell als Untertanen des römischen Kaisers.In entsprechender Haltung übergeben sie ihre Gaben dem "neuen König". Unter anderem überreichen sie einen Kranz, auch dieser entstammt der römischen Kaiserikonographie. Man kennt den Lorbeerkranz, aber auch den Kranz aus Efeu.   Im Workshop  für die Dozentinnen und Dozenten der Palacký University in Olomouc nahmen wir diese Idee auf und banden einen Kranz, in den wir goldene Blätter steckten, die wir mit unseren Wünschen zur Weihnachtszeit beschrifteten. In einer 2. praktischen Aufgabe entstanden "Magi-Boxen" die als Wortspiel die englische Übersetzung unserer "Heiligen Drei" aufgreifen und in die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops mit Wünschen in goldenen und silbernen Lettern beschriftete Lorbeerblätter legten. Mit diesem Schatz kann man getrost nach Hause gehen. Die Kolleginnen und Kollegen der Universität fanden die Idee, ein emotionales Mitbringsel zur Ausstellung zu gestalten, sehr gut.         
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  Musik aus dem Mittelalter, ob mir das gefällt? Um dies herauszufinden, unternahm ich am Abend des 12. Novembers den Selbstversuch. Im Rahmen der Cäcilienkonzerte gab nämlich die Schola Ars Choralis Coeln unter der Leitung von Maria Jonas in der ehemaligen Cäcilienkirche, dem heutigen Museum Schnütgen, ein Konzert. Dieses fand bezugnehmend zur Sonderausstellung des Museums „Die Heiligen Drei Könige“ statt und trug den Titel „Translatio Ss. Trium Regnum“. Translatio (lat.) bedeutet Überführung und meint die Reliquienüberführung von einem zum anderen Ort. So geschehen vor 850 Jahren mit den Reliquien der Heiligen Drei Könige, die von Mailand nach Köln überführt wurden. Der Musiker Bassem Hawar eröffnete den Abend mit einem der ältesten bekannten Musikinstrumente der Welt: der Djoze (arabisch für „Nuss“). Dieses Instrument, eine Art Knie-Geige, hatte ich vorher noch nie gesehen, geschweige denn gehört. Die Djoze wird aus der halbierten Schale einer Kokosnuss hergestellt, daher auch ihr Name. Fand ich schon mal sehr interessant. Auch die Musik gefiel mir zu meiner eignen Überraschung ziemlich gut. Als die holden Damen des Ars Choralis, in mittelalterliche Gewänder gehüllt, singend in die Kirche einzogen, fühlte ich mich tatsächlich in die Welt des Mittelalters zurückversetzt. Im Mittelpunkt des Konzertes standen Lieder aus dem Hachenberch-Codex, eine Handschrift, um 1530 entstanden, und heute im Museum Schnütgen zu bewundern. Sie enthält Gesänge und Texte (auch zur Translatio), die für den Gebrauch im Gottesdienst des ehemaligen Cäcilienstifts bestimmt waren. Mich faszinierte vor allem der Gedanke, dass genau hier, am Veranstaltungsort, die gleichen Lieder schon vor fast 500 Jahren zu hören waren. Die Musik dazu ist sogar noch viel älter. Ich kann schließlich sagen, mein Selbstversuch war ein voller Erfolg, ebenso wie das Konzert. In der besonderen Atmosphäre der romanischen Kirche hat es der Ars Choralis geschafft, das Mittelalter wieder ein bisschen zum Leben zu erwecken. Jedem, der sich für das Mittelalter oder einfach für schöne Musik interessiert, kann ich die Cäcilienkonzerte ans Herz legen. Empfehlen kann ich übrigens auch die erwähnte Sonderausstellung Die Heiligen Drei Könige. Mythos, Kunst und Kult. Das nächste und für dieses Jahr letzte Konzert „Ecce Advenit“, vom Ensemble Ordo virtutum, findet am 10. Dezember 2014 statt. Karten sind an der Abendkasse des Museum Schnütgen erhältlich sowie bei KölnTicket und unter der ZAMUS-Servicehotline: 0221- 987 473 79.     Ein Beitrag von Christina Heibach (Praktikantin beim Museumsdienst Köln)    
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Der 2. Museumsausflug führte die Schülerinnen und Schüler der Sprachintegrationsklasse des Heinrich-Mann-Gymnasiums in die Ausstellung "Die Heiligen Drei Könige - Mythos, Kunst und Kult", die das Museum Schnütgen ausgerichtet hat. Die Ausstellung überzeugt durch die Präsenz der vielen einmaligen Objekte und die Schulklasse war von der Kostbarkeit der vielen Stücke sehr beeindruckt. Aber es war natürlich nicht einfach, mit den Jugendlichen über die Exponate zu sprechen, da sie sehr unterschiedlich gut deutsch verstehen und sprechen können. Den entscheidenden Impuls für eine adäquate Arbeitsform mit der Klasse gab ein Buch aus dem Museumsshop des Museums. Im Bilderbuch "Bibel Wörter" von Susanne Göhlich im Verlag Moritz erschienen, werden einzelne Wörter mit einfachen Zeichnungen im Zusammenhang der Bibel vorgestellt. Diese Idee ließ sich auf die Ausstellung übertragen. Die Schülerinnen und Schüler erhielten den Auftrag, zu jedem Exponat, das vorgestellt wurde, ein Wort zu notieren. Auf diese Weise entstand eine Wörterliste zur "Dreikönigsausstellung". Die so gefundenen Wörter sind mit Bedeutung aufgeladen, denn sie sind angereichert mit den Diskussionen, die wir vor Ort geführt haben. Ein Beispiel mag dies verdeutlichen. Die Ausstellung beginnt mit der Touronischen Bibel aus Regensburg, einer Pergamenthandschrift aus Tour, die in der Zeit von 830 bis 834 entstanden ist. Den sprachsensibilisierten Schülerinnen und Schülern fiel sofort aus, dass der Text nicht auf deutsch geschrieben ist. Das war ein guter Ansatzpunkt, herauszufinden, wie alt das Buch ist, warum das Buch in lateinischer Sprache verfasst ist, wie die Bibel als Buch entstanden ist, aus welchen kostbaren Materialien sie besteht und was wir über die Produktion dieser Schriften in einem Kloster wissen. Ein Schüler wollte wissen, ob man den Namen des Mannes wüsste, der diese Bibel geschrieben hat. Auch das war ein wunderbarer Anlass, mit den Schülern über die klösterlichen Schreibstuben zu sprechen. Wir verbrachten fast zwei Stunden in der Ausstellung und alle hatten eine wundervolle Sammlung ihrer "Dreikönigswörter" auf ihren Arbeitsblättern stehen. Im Unterricht in der Schule wird der Museumsbesuch nachbereitet. Dabei sollen die emotional und inhaltlich aufgeladenen Wörter im Kunstunterricht typografisch schön gestaltet werden. Die alten Handschriften in der Ausstellung haben die Schülerinnen und Schüler inspiriert, ihre Worte zu gestalten. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse. Zum Schluss wollten wir noch ein Erinnerungsfoto haben und besuchten das Museum Schnütgen mit seiner ständigen Sammlung. Natürlich mussten die "Drei Könige" mit auf Bild!     Dreikönigswörter.pdf (73,90 kb)
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Anläßlich der Lesung, die wir letzte Woche im Museum Schnütgen veranstaltet haben, interviewte Karin Rottmann die Schauspielerin Judith Patzelt. [Mehr]
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Der "Wilde Mann" aus dem Museum Schnütgen hatte die Kinder in der Oktoberausgabe des Känguru Stadtmagazins eingeladen, ihm "wilde" Freundinnen und Freunde zu zeichnen und zu malen, damit er nicht mehr so einsam ist. Und das haben viele Kinder aus Köln und Umgebung gemacht. [Mehr]
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Storytelling in der Kunstvermittlung. Wir halten diese Methode für gewinnbringend, wenn es darum geht, neue Besucher für ein Museum zu interessieren. Hier liefern wir schon mal ein Vorgeschmack darauf, wie so etwas aussehen kann. [Mehr]
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Ein Spaziergang durch die Museumssammlung kann jetzt mit ihrem Mobiltelefon zu einem besonderen Erlebnis werden. Laden Sie sich einfach einen der kostenlosen Audioguides herunter. Hier lesen Sie, welches Museum so etwas anbietet - auch für Kinder [Mehr]
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Mit Commentaire bleu haben wir eine partizipatorische Aktion zum Museumsfest erfolgreich hinter uns gebracht. Hier lesen den Erfahrungsbericht

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