20
02
     Eine Gruppe von Hauptschülerinnen aus dem KIK-Programm besuchte  mit Barbara Wegner vom EFI-KompetenzTeam gestern das Museum für Angewandte Kunst. Natürlich stand wieder die Frage nach typisch deutschen Eigenschaften auf dem Programm. Wir beschäftigten uns mit dem Thema "Geselligkeit" und "Gaudi" und fanden, dass der Superschlitten doch sehr übertrieben sei, wie auch einige andere Objekte von Rolf Sachs. Zum Thema „Mülltrennung" durften die Schülerinnen einmal all die unangenehmen Dinge auf Packpapier schreiben und den Mülleimer werfen. In der Werkstatt entstanden Stempelobjekte aus Zeitungsschlagzeilen, die in ihrer Schule ausgestellt werden sollen.       KIK- Kultur in Köln für junge Leute ist ein Projekt für und mit Jugendlichen, die - durch ihren sozialen und familiären Hintergrund bedingt - nicht selbstverständlich  in kulturelle Zusammenhänge eingeführt werden. Das Projekt bietet die Möglichkeit, sich über Besuche und eigene Aktivitäten in den verschiedenen Kultursparten mit diesen Bereichen vertraut zu machen.   Zahlreiche Jugendliche sind auf diesem Gebiet ansprechbar, haben aber keine Möglichkeit, ihre Interessen zu leben und neue Perspektiven zu entdecken.   Das Projekt läuft seit vielen Jahren in Köln erfolgreich und gilt in seiner Struktur und Zielsetzung als Pilotprojekt in der Bundesrepublik.   www.kik-kultur-koeln.de       Das Projekt wird von den seniorTrainerinnen zum EFI-KompetenzTeam Köln e. V. (Erfahrungswissen für Initiativen –EfI-) betreut, Das EFI-KompetenzTeam Köln e. V. wird gefördert von der Stadt Köln.            
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02
  Die Besuche der Fachleiterin Britta Schmitz mit ihrem Studienseminar für das Lehramt für Sonderpädagogik Köln sind nun schon Tradition geworden. Frau Schmitz gehört zu den Kolleginnen, die mit ihren Referendarinnen den Lernort "Museum" thematisiert. Die jungen Kolleginnen und Kollegen sollen im Museum praktische Erfahrungen mit museumspädagogischen Methoden machen. Am Morgen des Seminartages gab es durchaus noch einige Damen und Herren, die die Frage artikulierten, ob Museumsbesuche für die Zielgruppen der Studienseminaristen wirklich sinnvoll seien. Im Museum für Angewandte Kunst wollten wir verschiedene Zugangsformen erproben und hinterher die kritische Anmerkung des Morgens diskutieren. Wir starteten mit Assoziationen zur Arbeit "Gaudi" von Rolf Sachs. Der überdimensionierte Schlitten löste viele Empfindungen und Geschichten aus, auch die Frage, ob so ein langer Schlitten überhaupt zu benutzen sei. Weitere Aufgabenstellungen zur Sonderausstellung, die bereits im Blog vorgestellt wurden, kamen hinzu. Im 2. Teil beschäftigten wir uns mit dem Thema Design. Die Lehramtsanwärterinnen und - anwärter erhielten einen unbedruckten weißen runden Bierdeckel und hatten den Auftrag in kleinen Gruppen nach weißen und runden Objekten Ausschau zu halten und diese kurz vorzustellen. Diese Aufgabenstellung empfanden die Teilnehmerinnen als gelungen, besonders deshalb, weil man den Suchauftrag in Händen halten konnte. Wir überlegten, wie der Museumsbesuch mit dem Unterricht verbunden werden könnte und hatten viele Ideen, z.B. diese, dass runde und/ oder weiße und/oder Dinge aus Pappe von den Schülerinnen und Schülern gesammelt, geordnet, durch Sachtexte und Geschichten kommentiert und in einer Ausstellung präsentiert werden könnten.       Als Höhepunkt wurde dann der 3. Teil der Veranstaltung empfunden. Wir berichteten bereits über die Methode des Museumsgraffitis. Die Referendarinnen und Referendare erhielten den Auftrag, in Gruppenarbeit ein "Wort für den Ort" zu finden und dieses Wort mit den bereit gestellten gehäkelten Schnüren auf den Boden zu legen. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie intensiv die Arbeitsgruppen diskutieren. Eine Gruppe hatte spontan ein Wort gefunden, weil alle vor dem gewaltigen Dielenschrank spontan und alle  das Wort "boah" ausriefen. Die zweite Gruppe dagegen diskutiertet und diskutierte und brauchte sehr lange, bis sie einen gemeinsamen Nenner gefunden hatten. Das gefundene Wort für einen Raum zur Barockzeit lautete "Detail". Hinterher wurde dieser Prozess des gemeinsamen-Nenner-findens als entscheidend wahrgenommen. Schließlich wurde bemerkt, dass die wunderbaren Details, die in der "Angewandten Kunst" zu finden seien ein wichtiges Merkmal für dieses Museum seien.   Die Referendarinnen und Referendare gaben alle eine sehr positive Rückmeldung und meinten, dass Musumsbesuche demnächst mit ihrem Klassen immer wieder zum Schulprogramm gehören würden.
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02
Zur Zeit bereiten wir einige Workshops mit Jugendlichen in der Ausstellung "TYPISCH DEUTSCH?" von Rolf Sachs im Museum für Angewandte Kunst vor und haben im Blog schon einige Übungen rund um die Objekte des Künstlers und Designers vorgestellt. Die heutige Aufgabenstellung für eine kleine praktische Arbeit setzt sich mit der Arbeit "Amtsschimmel" von 2013 auseinander. Alle, die mit Verwaltungen zu tun haben, kennen sie, die Stempel. Manchmal sind sie versteckt in einer Schublade, manchmal hängen sie im praktischen Ständer. Der Stempelturm von Rolf Sachs ist jedoch gigantisch und selbst für große Stadtverwaltungen nicht üblich. Kunst treibt die Aussage auf die Spitze. Amtsschimmel meint eine übertrieben genaue Handhabung der Dienstvorschriften, Bürokratismus. Der Ständer mit den knapp 40 Stempeln ist ein schönes Bild für diese "Unart". Witzig und gar nicht pedantisch sind jedoch die Aufschriften der Stempel. Da steht: Spießigkeit, Feinarbeit, Feierabend, Heimat, Kitsch, makellos, Gemütlkichkeit.... Mit jedem Stempel könnte ein Diskurs über Mentalitäten entstehen. Mit den Schülerinnen und Schülern möchten wir "Ideen für witzige Stempel" sammeln und bieten kleine Holzhalter, Papp-Kärtchen und interessante Wörter aus Zeitungen und Illustrierten. Mal schauen, was die Jugendlichen für Ideen entwickeln. Christa Bustos Röhrig hat ein wundervolles Zitat von Martin Gerhard Reisenberg gefunden: "Ist der erste Stempel vorhanden, bildet sich schnell ein Büro um ihn". Wir werden berichten!  
30
01
Ein Deutschkurs des Berufskollegs Humboldtstr. besuchte die Ausstellung "typisch deutsch?" von Rolf Sachs im Museum für Angewandte Kunst. Bereits im Fachunterricht hatten sich die jungen Damen mit "typisch deutschen" Eigenschaften beschäftigt und schmuntzelten schon im Eingangsbereich über den gigantischen Ständer mit Stempeln mit dem Titel "Amtsschimmel". Wir hatten uns vorgenommen, uns mit Hilfe kreativer Schreibmethoden den Objekten zu nähern und begannen mit einem ABC-Darium zu Rolf Sachs zweiteiligen Objekt "Reinlichkeit" von 2013. Die beiden quadratischen Buchenholztafeln mit Bürstenoberflächen aus Ross- und Ziegenhaar führten zu folgenden Assoziationen: abstrakt, Abwasch, Arbeit, Assoziation, Anspielung - Bürsten, Borsten, Bild - cremefarben - dicht, Dreck, Design, Diptychon - Ecke, eben - Fläche, Format - genau, groß, gerade, Glanz - Haare, Haushalt, Holz, hin und her, haptisch - Igel, Ironie, Idee - jeck - Kratzig, Kunst, Kritik?, Kunstkritik, Kontext - lustig, langweilig, Lappen - Muster, Matte, Material - Natur, nutzlos, na, ja!- ordentlich, öffentlich, Oberfläche - putzen, pedantisch, polieren - Quadrate - reinlich, rustikal, Rollrasen - schrubben, sauber, Stoppeln, Struktur - Tierhaar, Teppich, tadellos, fühlen - ungewöhnlich überraschend, unpraktisch - Vierecke - Werkzeug, waschen, wild, Witz - XXL, Ziegenhaar - Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Assoziationen eine Gruppe über ein ADC-Darium sammeln kann. Das Wortmaterial kann dann gesichtet und ausgewertet werden. Die Schülerinnen sahen Anspielungen in den abstrakt wirkenden Bürstentafeln auf den Kunstbegriff und spürten die ironische Grundhaltung des Künstlers und den Witz, der vielen Werken des Künstlers eigen ist. Als weitere Aufgabe sollte ein Parallelgedicht zu Eugen Gomrigers "Avenidas" zu einem Werk nach Wahl geschrieben werden. Dazu sollten drei Wörter zu einem Exponat assoziiert und  nach Rezept in die Textlücken eingesetzt werden. Hier einige Arbeitsergebnisse:   Zu Rolf Sachs, Schwermut, 2013 (Stapel von grauen Filzquadraten mit Messingkugel)   deutsch deutsch deutsch und Zeit Zeit deutsch und Melancholie deutsch deutsch und Melancholie deutsch und Zeit und Melancholie und eine Beobachterin   Zu Rolf Sachs, Geselligkeit, 2013 (Biertisch mit Bänken aus Bronze)   Bank Bank Bank und Sitzen Sitzen Bank und Geselligkeit Bank Bank und Geselligkeit Sitzen und Bank und Geselligkeit und eine Beobachterin   zu Rolf Sachs, Romantik, 2013 (tropfender Füller über Wasserbecken)   Tinte Tinte Tinte und Dichtung Dichtung Tinte und Fantasie Tinte Tinte und Fantasie Tinte und Dichtung und Fantasie und eine Beobachterin   Mit diesen Schreibaufgaben, das meinten die 16 Schülerinnen des Berufskollegs, machen Museumsbesuche Spaß! In der Projektwoche ab Montag werden noch eine Reihe weiterer Schülerinnen und Schüler die städtischen Museen mit weiteren interessanten Themen besuchen. Wir werden berichten.  
28
01
Zur Zeit ist die Ausstellung "typisch deutsch" mit den Objekten von Rolf Sachs im Museum für Angewandte Kunst sehr beliebt. Studierende, die sich in ihrem Seminar die Frage stellen, wie sie Deutsch als Zweitsprache in ihrem Fachunterricht vermitteln können, nahmen sich die Zeit, heute in die Ausstellung zu kommen und über typisch deutsche Eigenschaften zu reflektieren. "Ordentlich, fleißig, zuverlässig .... Rolf Sachs hat mit seinen Arbeiten ins Schwarze getroffen". "Aber, wie sehen sich deutsche Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund?" - Es gab bereits einige interessante Gespräche mit jungen Leuten, die sich als Deutsche fühlen und einen Migrationshintergrund haben. Oft werden diese "deutschen Tugenden" als positiv begriffen, werden aber von weiteren Tugenden, die dem Migrationshintergrund geschuldet sind, ergänzt. Das Fachseminar beschäftigte sich mit Aufgabenstellungen zu den Objekten, die für Sprachlerner geeignet sind. Eine weiterführende Aufgabenstellung beschäftige sich mit der Arbeit "Plichtbewußtsein", bestehend aus 5 Mülltonnen, die das Thema "Mülltrennung" auf iritierende Weise thematisiert. Hier wird nicht Plastik, Papier oder Restmüll getrennt, sondern "Schadenfreude, Sturheit, Intoleranz, Neid und Spießigkeit". Dazu wollten wir eine Übung zum kreativen Schreiben mit einer anschließenden Performance durchführen. Die Studierenden bekamen einen Text aus einem TV-Magazin und erhielten den Auftrag, Nomen aus dem Text auszuwählen und in die Textlücken eines Arbeitsblattes zu setzen. Zusätzlich sollten die ausgewählten Wörter auf ein Papier geschrieben und in der Performance in einen kleinen Mülleimer geworfen werden. Der "poetische Abfalleimer" füllte sich in den Präsentationen der Arbeitsgruppen mit Wörtern, die man mit Medienkritik verbinden konnte. Hier ein Beispiel:   Der poetische Abfalleimer   Deckel auf, Lieblingsproramm rein, Deckel zu!   Deckel auf, App rein, Deckel zu!   Deckel auf, Inhalte rein, Deckel zu!   Deckel auf, Erinnerungsfunktionen rein, Deckel zu!     Nächste Woche gibt es ein weiteres Treffen mit der Seminargruppe. Natürlich wird auch darüber im blog berichtet.  
08
11
    Anfang der Woche. Lorena Markewitsch, Praktikantin im Museum für Angewandte Kunst und die Museumspädagoginnen Romana Breuer und Karin Rottmann trafen sich, um Objekte für das neu zu konzipierende Programm für den italienischen und spanischen Herkunftsprachenunterricht zusammenzustellen. Seit einigen Jahren engagiert sich der Museumsdienst Köln für Herkunftsprachenprogramme in der Museumspädagogik und auch im nächsten Jahr führen wir die erfolgreiche Kooperation mit dem Zentrum für Mehrsprachigkeit fort. Wieder sollen Museumsobjekte vorgestellt werden, die aus den Herkunftskulturen der Zielgruppe stammen. Diese werden thematisch gefasst und methodisch interessant für die Projektarbeit des Italienisch- und Spanischunterrichts aufbereitet. Lorena Markewitsch wird in den nächsten Wochen eine wissenschaftliche Recherche zu den Themen und Objekten durchführen und damit die Textgrundlage für die Lehrerfortbildung schaffen. Und das sind einige unserer Planungsideen: Die schöne Isotta degli Atti von Rimini sollte auf einer Medaille geehrt werden, weil ihr Ehemann, Fürst Sigismondo Malatesta sie so verehrte. Im Schulprogramm werden sich die Schülerinnen und Schüler vorstellen, wie der Herrscher von Rimini den Künstler Matteo di Andrea de‘ Pasti beauftragt, dasPortrait seiner Geliebten und späteren Frau auszuführen. Mit dem Thema „Im Reich der Fürsten“ werden wir uns auch die Hochzeit des Fürstenpaares vorstellen. Um dies anschaulich zu machen, werden die Jungen und Mädchen eines der kostbarsten Objekte des Museums genau untersuchen. . Das ausgesprochen seltene farbige Glas mit Emailmalereizeigt einen festlichen Brautzug aus dem 15.Jahrhundert und gibt Einblickin das luxuriöse Leben des höfischen Lebens. Die am Projekt beteiligten Schulklassen werden selbst in die kostbaren Gewänder unserer historischen Kostüme schlüpfen und sich alsTeilnehmerinnen und Teilnehmer der Hochzeitsgesellschaft fotografieren. Nun wollen wir aber nicht zu viel verraten. Auf jeden Fall soll das neue Sprachprogramm lustig und spannend werden, wenn zum Beispiel die „Questura“ in Venedig in einem Spionagefall ermittelt, ein Heiliger mit ganz wenigen Soldaten das Abendland rettet oder Theaterstücke im Stil der Commedia dell'arte zu einer etwas verschlafenen Porzellandame mit Spinnrad improvisiert werden. Über den weiteren Verlauf werden wir berichten.  
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Selber gestalten, tolle Ergebnisse erzielen und diese auch noch ausstellen. Wie ein sonderpädagogisches Projekt im Museum für Angewandte Kunst Kopf, Hand und Herz erfreute, lesen Sie hier [Mehr]
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Als Trinkgefäß sind blaue Gläser schon immer beliebt gewesen. Kostbar und rein - das sollte auch der Inhalt sein. Die Technik zur Herstellung kannten schon die alten Ägypter. Die Römer beherrschten die verschiedensten Glastechniken und spielten mit den Farben. Wunderschöne blaue Gläser lassen sich in den Kölner Museen aus allen Zeiten und Epochen bewundern! [Mehr]
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Jede neue Workshop-Idee muss erst einen Praxis-Test durchlaufen. Wie so etwas aussehen kann, habe ich mir im Werkraum des Museums für Angewandte Kunst (MAKK) angeschaut.
[Mehr]
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Eine achte Klasse der Martin-Luther-King-Hauptschule, in der Mehrzahl Jugendliche mit Migrationshintergrund, erforschte in diesem mehrtägigen Projekt die historischen Sammlungen des Museums und beschäftigte sich intensiv mit Objekten aus dem Vorderen Orient. Dabei lernten die Schüler den kulturgeschichtlichen Kontext dieser zumeist kunsthandwerklichen Artefakte kennen und erfuhren, dass auch und gerade islamische Kunst durchaus ihren Platz im Museum finden kann. [Mehr]