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Im ersten Teil des Workshops haben die Kurskinder der Caritas Integrationsagentur die Inselwelt Ozeaniens kennen gelernt. Wir berichteten gestern darüber. Die Ausstellung "Made in Oceania", die bis zum 27.4.2014 im Rautenstrauch-Joest-Museum zu sehen ist, zeigt vor allen Dingen "Tapa-Textilien". Das sind Stoffe, die aus Rindenbast hergestellt werden und deren Dekoration. Im Ferienkurs beschäftigten uns vor allen Dingen die vielen Tiermotive, die in abstrahierter Form überall gegenwärtig sind. "Da ist ein Fisch!" und "Da ist ein Vogelschwarm!". Immer wieder begegneten uns auf den Textilien Zackenlinien in Streifenformation. Die Kinder sollten nun raten, was wohl mit diesen Zackenreihen gemeint sei. Zur Beantwortung dieser Frage mussten dann doch ein paar Tipps gegeben werden. "Die Zacken sind nur ein Teil eines Tieres! Das Tier schwimmt im Wasser." Nun dämmerte es den kleinen Museumsgästen: "Haifischzähne?!" Ja, wir fanden eine ganze Menge dieser Haifisch-Zackenreihen, aber auch Wellen und Strudel und Vögel und Fische und kleine Echsen. Die vielen schönen Muster und Bilder machten natürlich Lust, selbst etwas gestalterisch zu machen. In der Werkstatt schauten wir uns viele Tierfotos aus Ozeanien an und hatten so genug Anregungen, aus vorbereiteten Kreisen, Vierecken, Dreiecken, Streifen und Wellenformen eine bunte Tierwelt zu erschaffen. Das machte den Mädchen und Jungen viel Spaß. Nachdem jedes Kind 2 Postkarten mit Tiermotiven beklebt hatte, wollten alle noch ein gemeinsames großes Plakat mit den Tiermotiven gestalten, natürlich auf blauem Karton als Hommage an die Maori, die das "große Blau", den Pazifischen Ozean so lieben.
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Die Maori nennen den Pazifischen Ozean "Moana" - das große Blau. In der Ausstellung "Made in Oceania" bis 27.4.2014 im Rautenstrauch-Joest-Museum zu sehen, begrüßt den Besucher die großformatige Arbeit von Andreas Gurski, die die gewaltige Wasserfläche zwischen Papua Neu Guinea und Südamerika aus dem Weltraum aus gesehen zeigt. Darüber verteilt sind die verschiedenen Inselgruppen der Südsee. "Das ist wirklich ein großes Blau!" meinten die Kinder aus dem Ferienkurs der Caritas-Integrationsagentur, die uns gestern im Museum besuchten. "Wie mögen wohl die Menschen dort auf den Inseln wohnen und wie kommen sie von einer Insel auf die andere?" fragten gleich mehrere der 10 Jungen und Mädchen von 5 bis 12 Jahren. Die Kleinste aus der Gruppe hatte die geniale Idee, dass einer vorschwimmt und die anderen folgen. Wir kamen dazu, dass Boote in diesem Zusammenhang eine bessere Lösung wären. Aber auch die Bootsfahrt kann schwierig sein, wenn man nicht weiß, wo die nächste Insel ist. Das "Global Positioning System",  kurzgenannt "GPS" gab es früher noch nicht. Wie haben die Maori das früher gemacht? "Auf jedenfall waren das ganz mutige Leute, denn einfach so "ins Blaue" über diesen großen Ozean zu fahren, das kann sehr gefährlich sein, schon alleine wegen der Haifische!" meinten die Kinder einstimmig. Es gab eine Reihe weiterer kluger Vorschläge: Feuer, seien gut, damit könnte man auf der Nachbarinsel sehen, wo die Insel sei. "Aber was macht man, wenn das Feuer ausgeht?" "Leuchttürme sind besser", war dann allgemeine Meinung. "Aber die Inseln sind sehr weit voneinander entfernt, was macht man, wenn das Licht nicht so weit reicht?" Es war dann eine Erleichterung, als die Idee aufkam, dass die Sterne im Himmel den Weg weisen könnten. "Und die Inselbewohner der Südsee waren so klug, das vor langer Zeit schon herausgefunden zu haben". Sie konnten die Sterne deuten und mit diesem Wissen ihre Boote navigiernen, das heißt, sie konnten sie sicher über das Meer zu ihren Inseln führen. In der Ausstellung haben wir darüber Hinweise auf einer Darstellung auf Tapa-Gewebe gefunden. Darauf sieht man die Katamaranboote, die zwei Schiffsrümpfe und ein Verbindungsdeck haben, fantasievoll wie Schmetterlinge ausgestaltet und die Sterne. Wir stellten uns den nächtlichen Sternenhimmel vor, ohne Wolken und ohne Schmutz in der Luft. "Anders als bei uns funkelt er in der Südsee mit Tausenden von Sternen". Diese Idee verlangte nach Umsetzung: In Windeseile entstand ein toller nächtlicher Sternenhimmel mit vielen bunten Sternchen wie aus bunten Edelsteinen.  
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Glenn Colquhoun ist ein bekannter Künstler, Dichter, Autor und Performer aus Neuseeland, der am Ozeanientag im Rautenstrauch-Joest-Museum eine wunderbare Vorstellung seiner Kunst gab. Hintergrund für seinen Besuch war nicht nur die Ausstellung "Made in Oceania", sondern auch die Schenkung seiner mit Gedichten beschrifteten und mit Malerei und Grafik ausgestalteten "gourds" (getrocknete und bemalte Kürbisse). Unser Kollege Peter Mesenhöller hat sie vom Künstler für den Museumsdienst geschenkt bekommen, nachdem Glenn Colquhoun die Arbeiten anlässlich der Frankfurter Buchmesse 2012 vorgestellt hatte. Die Gedichte erzählen Geschichten der Reise des deutschen Arztes und Forschungsreisenden "Ernst Diefenbach" nach Neuseeland, der von der Schönheit der Natur und Kultur des Landes überwältigt war. Das Publikum der Performance zum Ozenaientag war ebenso überwältigt von der Kraft und Dynamik der englischen und der Sprache der Maori rezitierten Texte. Tags darauf hatten einige Pädagoginnen und Pädagogen Gelegenheit, den Künstler in einer Fortbildung über seine Arbeit zu befragen und mit ihm Projektideen für die Nutzung der "Gourds" zu diskutieren. Er schilderte sehr lebhaft seine Schulzeit und sein Interesse für die Kultur der Maori, die vor allem eine mündliche Tradition habe. Die "gourds" haben in der Erzähltradition der Maori eine besondere Bedeutung, denn sie wurden beim Vortrag mit eingesetzt. Glenn Colquhoun hat dies in seinen Objekten aufgegriffen und setzt sie ebenso wie die Erzähler aus seiner Jugend bei seinen Performances ein. Interessant war auch zu erleben, wie unterschiedlich der Vortrag in englisch und der Sprache der Maori wirkte. Die Begegnung mit dem Künstler war sehr inspirierend, und es wurden schon erste Ideen formuliert, wie die "gourds" in der Projektarbeit eingesetzt werden könnten. Wir werden berichten.      
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