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Unsere Praktikantin Lisa Klaffki schrieb über dieses schöne Projekt: CCAA? Vagdavercustis? Und wer war Lucius Poblicius? Für 23 Schülerinnen und Schüler aus 9. Klassen des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums Köln sind das keine Rätsel mehr. Erneut haben Jugendliche in dem seit vier Jahren erprobten Schüler-Trainee-Projekt „Der Colonia Code“ Exponate im Römisch-Germanischen Museum der Stadt Köln intensiv kennengelernt. Unter der Leitung von Dr. Beate Schneider, Museumsdienst Köln, und Thomas Gampp, Lehrer am FWG, sind die Jugendlichen dem Colonia-Code auf die Spur gekommen. An Tag Eins stand nach einem Rundgang durch das Museum die Wahl und Erarbeitung eines Objektes in Kleingruppen auf dem Plan. Am zweiten Tag wurden die Jugendlichen von Schauspieler Omar El-Saeidi in Körperhaltung, Bewegung und  Sprechtechnik fit gemacht und erhielten Anregungen, wie sie „ihr“ römisches Objekt am besten präsentieren könnten. Denn bei diesem Projekt sollen nicht nur die „Neuner“ zu Experten für das römische Köln werden, sondern ihr Wissen und ihre Begeisterung auch weitergeben: Ziel des Projektes ist eine abwechslungsreiche Museumsführung für die Fünftklässler des FWG, die ja erst seit einigen Wochen Latein lernen. Tag Drei stand darum ganz im Zeichen der Proben für ein Programm, in das die Jugendlichen viel Wissen und Kreativität gesteckt haben. Am vierten Projekttag war es dann soweit: Sobald die erste Klasse vor dem Nordtorbogen Platz genommen hatte, war das Lampenfieber vergessen und es ging los mit der Entschlüsselung von CCAA – dem römischen Stadtnamen Kölns, der mit Kaiser Claudius und seiner Frau Agrippina verbunden ist. Welche mörderischen Geschichten sich um diese Personen ranken, erfuhren die jungen Museumsbesucher durch einen Rap. Weiter ging es dann zu einem Händler für Reisewagen der Extraklasse, genau das Richtige für’s Reisen auf römischen Straßen. Die nächste Station zeigte ein vornehmes Abendessen, bei dem Celerinus und Marcia Procula diskutierten, wie denn ihr Grabstein eines Tages auszusehen hat. Wenig später konnten die „Fünfer“ einer elegant gekleideten Tuchhändlerin zuschauen, die Toga und Tunika an ihre anspruchsvollen Kundinnen verkaufte. Richtig weihevoll ging es dann beim Opfer an die germanische Tapferkeits-Göttin Vagdavercustis zu. Spannende Einblicke in das römische Privatleben mit Verlobung, Heiratszeremonie und Festgeschenken gab die nächste Gruppe. Und leitete damit über zu Szenen aus dem Leben des Legionsveteranen Lucius Poblicius, dessen riesiges Grabmal bis heute jeden Betrachter beeindruckt. Das berühmte Dionysos-Mosaik, dessen Größe beim rhythmischen Umschreiten erst richtig erfassbar wurde, war letzter Höhepunkt der Präsentationen. Auch hier hat der Mix zwischen Spiel, Aktion und Sachinformation die „Fünfer“ und ihre Lehrerinnen und Lehrer wieder in den Bann gezogen.
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Am 26. und 27. November 2013 findet eine Tagung statt, die der Museumsdienst Köln gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung organsiert. In vier verschiedenen inhaltlichen Sektionen gibt es Impulsvorträge aber auch Aktionen, Workshops und Expertentalks zur gesellschaftlichen Bedeutung von Mode.   Konsum und Entschleunigung Die gesellschaftlichen Bedingungen von Mode bewegen sich zwischen sozio-kulturellen Strukturen und ökonomischen Bedingungen. Welche Bedeutung hat der Besitz modischer Dinge in unserer Gesellschaft? Nach welchen Kriterien funktioniert der wirtschaftliche Kreislauf von Modeproduktionen? Unter welchen Voraussetzungen kann man sich auf eine Verzichtkultur einlassen? Wir diskutieren beispielhaft Modelle und Ausstellungs- und Vermittlungskonzepte, die sich mit diesen Fragen auseinandergesetzt haben. Inklusion und Exklusion Der Zugang zu gesellschaftlicher Anerkennung und Bedeutung erfolgt nicht zuletzt auch durch die symbolhafte Sprache selbst gewählter oder gezwungener Maßen getragener Mode. So changiert die Wahrnehmung des Äußeren zwischen dem Bemühen um individuellen Ausdruck und dem Verlangen oder dem Zwang, einer Gruppe anzugehören. Äußerliche Stilmerkmale, gepaart mit bestimmten Verhaltensweisen, schaffen soziale Identitäten. Die Sektion thematisiert Projekte, die sich mit Partizipation und gesellschaftlichem Ausschluss beschäftigen. Global und glokal Kulturelle Verflechtungen sind ein besonderes Merkmal der Globalisierung. Die Verschränkung individueller und kollektiver Identitäten schafft neue Bedingungen für die kreativen und produktiven Prozesse in der Modeindustrie. Dabei entstehen aber auch neue Megatrends wie z.B. der zur Regionalisierung, glokale Bewegungen setzen zunehmend auf Tradition und kleinräumliche Verflechtung. Wir zeigen exemplarisch die Verbindung von Weltmode und lokaler kultureller Identität. Gender und Ästhetik Mode ist vor allem Ausdruck von Schönheit und dem Bedürfnis danach. Ihre Aura ist gespeist von einer quasi-religiösen Aufladung. Besonders im urbanen Umfeld wird die Inszenierung eines individuellen Lifestyles gefeiert. Kulturelle Innovationen und das Bemühen um Abgrenzung des Individuums werden im Spiegel bestimmter kollektiver Phänomene wie Modeblogs oder Zeiterscheinungen vorgestellt. Die Zuordnung und Wahrnehmung weiblicher und männlicher Identitäten spielt dabei eine wichtige Rolle. Die Anmeldung zur Tagung ist ab sofort hier möglich. Auf einem Tagungsblog berichten wir laufend über die verschiedenen Themen, stellen Akteure vor und ergänzen Hintergrundinformationen.