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Caroline Stegmann Rennert, Museumspädagogin im Museum für Ostasiatische Kunst, schrieb: Wir freuen uns, dass Professor David Smeyers von der Musikhochschule Köln und seine Studierenden zur Vorbereitung eines Seminars zu einem praktischen Workshop ins Museum für Ostasiatische Kunst gekommen sind. Der Besuch diente der Einstimmung  auf die bevorstehende  intensive musikalische Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Komponisten aus Ostasien. Die Begegnung mit den Museumsobjekten sollte grundlegende Denkweisen asiatischer Kultur deutlich werden lassen und den Studierenden die Möglichkeit eröffnen, demnächst Parallelen zwischen den Gattungen zu entdecken.  Die Besonderheiten ostasiatischer Gestaltung und  Ästhetik  wurden  bei der  Betrachtung von chinesischer und japanischer Kalligraphie und Malerei deutlich. In der Museumswerkstatt erfuhren  die Jungmusiker, die selber aus unterschiedlichen Kulturen stammen, ganz praktisch, wie man mit Pinsel und schwarzer Tusche auf Papier chinesische Schriftzeichen komponiert.      
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Wie jedes Jahr kooperiert der Museumsdienst Köln mit dem Institut für Deutsche Sprache und Literatur II der Universität zu Köln. Zur Vorbereitung der Ferienschule für Kinder mit Migrationshintergrund besuchen die Studierenden, die als Dozenten in den verschiedenen Kursen eingesetzt sind, auch einen Museumsworkshop, um mit ihren Lerngruppen Methoden der Werkbetrachtung und einige künstlerische Techniken für die Praxis kennenzulernen. Vor dem Werk: "Frau mit Artischocke" von Pablo Picasso diskutierten wir zunächst unsere ersten Eindrücke. Das Gemälde sei bedrückend und bedrohlich, war die einhellige Ansicht der Gruppe. Aber natürlich muss Kunst nicht heiter und schön sein! Einige Informationen zur Entstehung des Gemäldes vertiefte dann die Beschäftigung mit Picasso und seinen Werken aus dem 2. Weltkrieg. Der Künstler malte das Bild 1941 in seinem Pariser Atelier. Frankreich war von den Nazis besetzt. Die Bedrohlichkeit des Krieges drückt sich in der deformierten Frauengestalt aus. Im nächsten Arbeitsschritt versuchten wir, die Frau auf Picassos Gemälde zu charakterisieren. Es gibt verschiedene Formen des Vorgehens. Die Lerngruppen können selbst Adjektive/Partizipien zur Kunstfigur sammeln. Man kann aber auch vorbereitete Wörter anbieten. Bei Sprachlernern ist es sinnvoll, zunächst Wörter aus der Gruppe zu sammeln und durch einige weitere Wortbeispiele auf Karteikarten zu ergänzen. Schön ist es, wenn die besprochenen Adjektivkarten auf den Museumsboden gelegt und dann sortiert werden: Die Frau mit Artischocke ist stark, aufrecht, wachsam und leidend, deformiert, zerstört, aber auch gewalttätig, bedrohlich, lauernd. Wir stellten fest, dass die Frauenfigur mehrere Deutungen zulässt. Im nächsten Arbeitsschritt sollten die Studierenden die einzelnen Details des Bildes skizzieren: Sessel, Hände, Beine, Schuhe, Artischocke, Rock, Bluse, Gesicht und Haare. In der Werkstatt entstand dann in Gruppenarbeit eine "Hommage" an die Frau mit Artischocke, indem arbeitsteilig die einzelnen Details des Bildes mit viel Diskussion über Farben, Größenverhältnisse und Positionierung der Bildelemente als Collage gestaltet wurde.    
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Zur Zeit ist die Ausstellung "typisch deutsch" mit den Objekten von Rolf Sachs im Museum für Angewandte Kunst sehr beliebt. Studierende, die sich in ihrem Seminar die Frage stellen, wie sie Deutsch als Zweitsprache in ihrem Fachunterricht vermitteln können, nahmen sich die Zeit, heute in die Ausstellung zu kommen und über typisch deutsche Eigenschaften zu reflektieren. "Ordentlich, fleißig, zuverlässig .... Rolf Sachs hat mit seinen Arbeiten ins Schwarze getroffen". "Aber, wie sehen sich deutsche Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund?" - Es gab bereits einige interessante Gespräche mit jungen Leuten, die sich als Deutsche fühlen und einen Migrationshintergrund haben. Oft werden diese "deutschen Tugenden" als positiv begriffen, werden aber von weiteren Tugenden, die dem Migrationshintergrund geschuldet sind, ergänzt. Das Fachseminar beschäftigte sich mit Aufgabenstellungen zu den Objekten, die für Sprachlerner geeignet sind. Eine weiterführende Aufgabenstellung beschäftige sich mit der Arbeit "Plichtbewußtsein", bestehend aus 5 Mülltonnen, die das Thema "Mülltrennung" auf iritierende Weise thematisiert. Hier wird nicht Plastik, Papier oder Restmüll getrennt, sondern "Schadenfreude, Sturheit, Intoleranz, Neid und Spießigkeit". Dazu wollten wir eine Übung zum kreativen Schreiben mit einer anschließenden Performance durchführen. Die Studierenden bekamen einen Text aus einem TV-Magazin und erhielten den Auftrag, Nomen aus dem Text auszuwählen und in die Textlücken eines Arbeitsblattes zu setzen. Zusätzlich sollten die ausgewählten Wörter auf ein Papier geschrieben und in der Performance in einen kleinen Mülleimer geworfen werden. Der "poetische Abfalleimer" füllte sich in den Präsentationen der Arbeitsgruppen mit Wörtern, die man mit Medienkritik verbinden konnte. Hier ein Beispiel:   Der poetische Abfalleimer   Deckel auf, Lieblingsproramm rein, Deckel zu!   Deckel auf, App rein, Deckel zu!   Deckel auf, Inhalte rein, Deckel zu!   Deckel auf, Erinnerungsfunktionen rein, Deckel zu!     Nächste Woche gibt es ein weiteres Treffen mit der Seminargruppe. Natürlich wird auch darüber im blog berichtet.  
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Im 2. Teil der Veranstaltung beschäftigten wir uns erneut mit den Farbkarten, mit denen wir zuvor die Farben des Gemäldse "Kaisersonntag" von Lovis Cortinth untersucht  hatten. Wolfgang Mennels Gedicht "Das farbigste Gedicht der Woche" (Downloadmaterial: ROTBLAUSCHWARZGRAU - Begleitheft für darstellende Kunst junges akademietheater ulm im Internet) lieferte eine wunderbare Anregung nach einen "Lieblingsbild" zu suchen. Mennel hat in seinem Gedicht mit Farbadjektiven gearbeitet. Nach seinem Vorbild sollten aus der 1. Strophe des Gedichts 4 Zeilen mit den Farbkarten auf den Museumsboden gelegt werden. Natürlich kann eine derartige Aufgabenstellung nicht ohne Vorbereitung in der Schule gelingen. Im vorbereitenden Unterricht sollte das Gedicht erarbeitet werden, beispielsweise indem die verschiedenen Farbadjektive als Farben in Illustrierten gesucht und ausgeschnitten werden und Karten mit den Farben und Wörtern beklebt werden. Sehr viel einfacher wäre ein Parallelgedicht zu Eugen Gomringers Gedicht "du blau" (http:/aircube.at/eugen-gomringer) von den Schülerinnen und Schülern als Farbgedicht zu einem Lieblingsbild zu legen. Auch dieses Übung wurde erprobt. Natürlich wären statt der Farbkarten auch Wortergänzungen möglich. Beide Aufgaben sind auch nacheinander sinnvoll, wenn man Farbnuancen zu Bildern benennen möchte.         Die Teilnehmerinnen der Arbeitsgemeinschaft werden nun im Unterricht den Museumsbesuch vorbereiten und mit ihren Schülkerinnen und Schülern ins Museum kommen. Natürlich werden wir die Besuche kommentieren und  im blog darüber berichten. Das nächste Treffen der Arbeitsgemeinschaft "Leichte Sprache" wird am 22.Mai 2014 von 15:30-17:30 Uhr im Wallraf-Richartz-Museum stattfinden. Interessenten können sich noch anmelden.
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Kultur auf die Hand. Der Tweetup, ein neues Kulturvermittlungsformat, erobert am Museumsfest die Kölner Museen. Hier berichten wir über unser Netzwerk und die geplanten Aktionen [Mehr]
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Expertentalk zur Art Spiegelman Ausstellung. Hier stellen wir die Beteiligten vor. [Mehr]
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Anläßlich der Lesung, die wir letzte Woche im Museum Schnütgen veranstaltet haben, interviewte Karin Rottmann die Schauspielerin Judith Patzelt. [Mehr]
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Wir starten ein kleines Unterblog zur Ausstellung der Kölner Rathauspropheten. Hier berichten Schüler der Konrad-Adenauer-Realschule über ihre Eindrücke. Der erste Beitrag ist fertig. [Mehr]
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Unser Open Space Selbstversuch war ein voller Erfolg. Hier der kleine Bericht vom Tage. [Mehr]
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Mit Berliner und Frankfurter Kolleginnen starten wir mutig die große Herausforderung "Alle Welt : Im Museum". Hier sind noch einmal alle Partner unseres Netzwerkes und vor allem die wichtigsten Links aufgeführt ! [Mehr]