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03
Vergangenen Dienstag trafen sich 17 Erzieherinnen aus städtischen Kindertageseinrichtungen im Museum Ludwig. Im Laufe eines Vormittags sollten sie ein Bild vertonen, Picasso näher kennen lernen und eine völlig neue Methode mit Filzplatten entdecken. [Mehr]
20
03
Wie kann das Mittelalter lebendig werden? Eine Frage, der sich eine Gruppe von Studierenden der Geschichtsdidaktik hier nicht in einem historischen Museum widmet, sondern in der Mittelalterabteilung des Wallraf-Richartz-Museums. [Mehr]
20
03
Wie kann das Mittelalter lebendig werden? Zum Beispiel mit Hilfe eines chinesischen Drachens namens Long. Der brachte in einem Seminar für die Ruhruniversität Bochum die Studierenden der Geschichtsdidaktik zum Staunen. [Mehr]
02
03
Wie unterschiedlich Farbe wirken kann und was ein Perspektivrahmen ist, das erfährt eine Klasse aus dem Gymnasium Rösrath. Der museumsbus koeln hat sie ins Wallraf-Richartz-Museum gebracht. [Mehr]
20
02
Beim heutigen Besuch der Sprachintegrationsklasse des Heinrich-Mann-Gymnasiums drehte sich alles um das Gemälde "Esther und Haman vor Ahasveros". Die Jugendlichen sollten herausfinden, was im Bild geschieht. Spontan meinten einige, es sei ein König im Bild. Das führte zur Frage, woran man das im Bild sehen könne. Das fanden die Schülerinnen und Schüler leicht, denn der "König" sei in der Mitte und er sei auch größer. Letzteres musste relativiert werden, denn jemand bemerkte, dass der "König" gerade aufstehen würde. Irgendwie, das war plötzlich die Meinung der Klasse, sei der König schlecht gelaunt und vielleicht sogar wütend, denn er stünde nicht einfach auf, sondern stütze die Faust dabei auf den Tisch. Jemand bemerkte, dass die Frau dem König etwas gesagt hätte, was den König verärgert hätte. Der Ärger richte sich jedoch nicht auf die Frau, denn er lege behutsam die Hand auf ihren Unterarm.  Einer der Jungen der Klasse sagte, das bedeute "Lass mich mal machen!" Der andere Mann dagegen sei zu Tode erschrocken. Esther and Haman before Ahasuerus.doc (1,32 mb) Nun war es an der Zeit, die Geschichte zum Gemälde von Jan Victors zu erzählen. (siehe Arbeitsblatt)  Esther Inhalt.doc (36,50 kb) In der nächsten Aufgabe sollten die Schülerinnen und Schüler die Handlung der Episode in einer Pantomime nachspielen. Sie sollten überlegen, was eine Minute vor der Szene, dann zwei Sekunden vor der Szene und zwei Sekunden danach und eine Minute danach passiert. Sie sollten die Szenen so aufbereiten, dass sie die einzelnen Episoden "einfrieren" und "Filmstills" gemacht werden konnten. In allen Gruppen wurde nun eifrig diskutiert und ausprobiert. Zum Abschluss wurde jeweils ein Satz zum Szenenbild formuliert.  
09
02
Keine Frage, das Vorhaben weckt Neugierde. Speed-Dating ist eine aus den USA stammende Methode, schnell neue Leute kennen zu lernen. 1998 hat Rabi Yaacov Deyo aus Los Angeles das Speed-Dating erfunden. Leider geht es bei dieser Aufgabenstellung nicht darum, die anderen Museumsbesucherinnen und -Besucher kennen zu lernen und zu interviewen. Personendarstellungen in Kunstwerken stehen im Fokus der Befragungen. Dazu gehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst auf die Suche nach interessanten Bildfiguren. Mit der Methode des "fiktiven Interviews" werden diese dann befragt. Das "fiktive Interview" ist eine Methode der Theaterpädagogik, die man auch im Museum anwenden kann. Man stellt sich dabei vor , dass die Bildfiguren lebendig sind und diese Fragen zur Person, zur Lebensweise, zu den Zeitumständen, Verhalten etc. beantworten könnten. Aber damit nicht genug! Nachdem man versucht hat, die Fragen im Zusammenhang mit Bilddetails und anderen Informationen zu beantworten, wird man selbst zum Interviewpartner der Bildfigur. Was mag diese von mir wissen wollen? Auf diese Weise entsteht nicht nur ein Bild vom Leben einer vergangen Epoche, sondern auch ein Dialog über die Lebensvorstellungen verschiedener Zeiten. Speed-Dating2.pdf (20,40 kb)  
09
02
Für das zweite Treffen im Wallraf-Richartz-Museum hat sich die Sprachintegrationsklasse des Heinrich-Mann-Gymnasiums im Deutschunterricht vorbereitet. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich intensiv mit dem Gedicht "Das farbigste Gedicht der Woche" von Wolfgang Mennel. Darin geht es speziell um Adjektive als Wortart. Die 20 Jugendlichen waren neugierig, was das Gedicht mit einem Museumsbesuch zu tun hat. Natürlich sollten sie sich Gemälde zur lyrischen Vorlage aussuchen und selbst Gedichte schreiben. Mittlerweile ist die Lerngruppe an die Arbeit in Museen gewöhnt, und schnell waren alle Arbeitsgruppen ausgeschwärmt, um ein geeignetes Gemälde zu finden und die Aufgabe zu lösen. Eine halbe Stunde lang konnten wir konzentriertes Arbeiten beobachten. Smartphones unterstützen die Suche nach fehlenden Vokabeln und halfen außerdem, die ausgewählten Kunstwerke und Beschriftungen zu dokumentieren. Natürlich wurden die Gedichte im zweiten Teil der Veranstaltung vorgetragen. Es war interessant, dass die Gemälde über die Akzentuierung der Farben intensiv wahrgenommen werden konnten. Erneut wurde für das nächste Treffen eine vorbereitende Aufgabe gestellt.  Das Gedicht von Wolfgang Mennel steht auf S. 5 rotblauschwarzgrau.pdf (1,73 mb) Schreibrezept nach Mennel.pdf (131,07 kb)
04
02
Anstrengend ist eine Fortbildung schon, wenn ein voller Unterrichtstag hinter den Kolleginnen und Kollegen liegt. Die Fachkonferenz Deutsch aus der Ursulinenrealschule in Köln wollte prüfen, ob und mit welchem Thema eine Deutschunterrichtsreihe mit einem Museumsschwerpunkt  realisierbar wäre und buchte bei uns eine Fortbildung. In Vorgesprächen hatten wir schon festgestellt, dass eine derartige Reihe gut im 7. Jahrgang angesiedelt wäre. Es stehen keine Praktika und Prüfungen an. Um eine Grundlage für Planungsgespräche zu haben, erprobten wir die Methoden, die in der Projektwoche letzte Woche durchgeführt worden waren. Als Beispiel für eine assoziative Erkundung des Museums wurden Museumsgraffitis gelegt und eine Reihe von kreativen Schreibübungen vorgestellt. Die Kolleginnen und Kollegen interessierten sich besonders für die "Herta-Müller-Methode". In einer Variante zur Methode der Nobelpreisträgerin sollten Wörter aus Zeitungen Kunstwerken zugeordnet und mit Hilfe von weiteren Schreibrezepten zu Texten verarbeitet werden. Wir diskutierten das Problem, dass in Museumsräumen nicht mit Scheren gearbeitet werden darf. Deshalb gaben wir uns den Auftrag, Wörter auf einer Zeitungsseite zu markieren, später in der Werkstatt auszuschneiden und zu Texten zu verarbeiten. Abgeschlossen ist die Planungsphase noch nicht, denn man möchte weitere Verfahren erproben und dann in der Fachkonferenz entscheiden, wie das Thema im schulinternen Lehrplan verankert werden soll. Es ist sehr begrüßenswert, wenn Schulen für ihre Schülerschaft Museen zugänglich machen. Wir hoffen, dass diese Arbeitsform "Schule macht" und andere folgen werden.  
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01
Wir alle freuten uns auf unser erstes Treffen im Wallraf-Richartz-Museum. 13 Schülerinnen und Schüler der Sprachintegrationsklasse des Heinrich-Mann-Gymnasiums begaben sich auf eine Forschungsreise in die Welt des Museums. Heute erkundeten wir einige Meisterwerke des Barocks mit einer ungewöhnlichen Methode. In der Museumspädagogik heißt das Verfahren ""Der Chinesische Korb" und wurde erstmals von der Kulturpädagogin Heiderose Hildebrand im Museum Moderner Kunst in Wien 1985 eingesetzt. Es ist ein assoziatives Rezeptionsverfahren. In einem Korb oder einer Tasche sind ca. 15-20 Gegenstände versammelt, die den Museumsbesucher inspirieren sollen, Kunstwerke in Beziehung zu setzen.  Seit Jahren bin ich nun auf der Suche nach einem Behältnis, der den "Chinesischen Korb" repräsentieren könnte. Eine Mitarbeiterin schenkte mir eine wunderschöne Tasche, die leicht zu transportieren ist und den wunderbaren Aufdruck "Schnick-Schnack" hat. Wir fanden, dass wir in Köln nun fortan die oben beschriebene Methode mit der Schnick-Schnack-Tasche einsetzen, denn Schnick-Schnack ist ein schönes Wort für all die Dinge, die zur Bildersuche eingesetzt werden. Vier Gruppen bildeten sich und mit verzweifelter Verwunderung begaben sich die Arbeitsgruppen mit einem Schwamm, einer Plüschmaus, einer künstlichen Tulpe und einem Kunstapfel auf die Suche nach "passender" Kunst. Wir bemerkten, dass die Dinge nicht direkt in den Bildern zu finden waren. Man musste "um die Ecke" denken. Der Mädchengruppe fiel es zunächst schwer, den quietschgrünen Schwamm den kostbaren Ölgemälden zuzuordnen. Verzweifelt wollten sie schon fragen, ob man den Gegenstand "umtauschen" könnte. Ein kleiner Tipp brachte die Mädchen auf eine interessante Spur: "An welchen Orten gebraucht man Schwämme?" Spülschwämme braucht man beispielsweise in der Küche, war die Antwort. In einem der Säle auf der 2. Etage des Museums gab es Küchenstilleben. Das sahen die Mädchen natürlich sofort. Aber ich merkte, dass sie sich doch nicht gerne von mir helfen lassen wollten. Sie gingen weiter auf die Suche und fanden ein noch viel besseres Kunstwerk und das war ganz alleine gefunden worden: In Pieter de Hoochs "Ein Paar mit einem Papagei" stand im halbdunklen Vordergrund ein Eimer mit einem Schrubber und einem Putzlappen. Da stimmte jeder zu, dass der Schwamm zugeordnet werden konnte. Bei der Präsentation stellte sich jedoch heraus, dass eine Teilnehmerin den Schwamm auch diesem Bild zugeordnet hätte, jedoch nicht wegen der Putzutensilien im Vordergrund, weil sie diese gar nicht sofort entdeckt hatte. Die kostbar gekleidete Dame im Bild streicht mit der Hand über ihr Trinkglas. Und da kam natürlich die Idee auf, dass das Glas vielleicht schmutzig sei. Es kam dann noch eine interessante Diskussion zum Bild auf. Der Mann im Bild wirkte auf die Mädchengruppe wie ein Pirat, weil Johnny Depp auch solche Kleider in seinem Film "Pirates of the Caribbean" trug. Das gab Gelegenheit zu erklären, dass die Menschen vor 400 Jahren derartige Kleidung trugen. Nachdem wir die Symbolsprache des Bildes etwas entschlüsselt hatten, stellten wir zum Schluss fest, dass der Mann vielleicht doch ein Pirat war, denn er war auf der Jagd nach dieser schönen Frau. In zwei Wochen treffen wir uns wieder im Museum und gehen dann auf die Suche nach dem farbigsten Bild der Abteilung! Wir werden berichten.        
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01
Eva Schwering schrieb über unser sehr beliebtes Luise-Projekt: Eigentlich war eine ganz normale Führung im Wallraf geplant, aber dann kommt alles anders. Das „Bildnis der Königin Luise von Preußen ist leer“, so steht es in der Zeitung. Die Kölner Polizei ermittelt, nur der Direktor kann Frau Säbel und ihre Klasse mit einer Sondergenehmigung ins Museum lassen. Dort werden die Kinder in einen Kriminalfall verwickelt, und die Kinder geraten in ein Abenteuer: Sie finden zunächst geheime Hinweise, dann die Königin selbst (Schauspielerin Patrizia Lempke). Dieser müssen sie einiges erklären, um ihr wieder - vor der Öffnung des Museums! - zu Mantel und Krone zu verhelfen, ohne die sie schließlich nicht zurück in ihr Bild steigen kann! Wie gut, dass Eva Schwering (Museumspädagogin für den Museumsdienst Köln) die Klasse am Vortag in der Schule besucht hat und vom Gattungsstreit zwischen Malerei und Skulptur berichtete. Mit Hilfe der Kinder kann Luise zwischen Skulpturen und Gemälden schlichten. Doch: Hat sie es rechtzeitig zurück in ihr Gemälde geschafft? Das erfahren die Kinder am Ende des Programmstücks, wenn sie vor dem Bild Königin Luises ein Abschiedsgeschenk finden. Die Dramaturgin Yvonne Kuhfus entwickelte erstmalig für ein deutsches Museum eine solche interaktive Theaterperformance. Auch die Kölner Kinder aus der KGS Erlenweg haben wohl mehr gelernt als trockene Fakten. Sie sind zu Komplizen geworden, haben zusammengehalten und einen Streit beigelegt: „Vertragen ist immer am besten!“ Das Programm umfasst eine vorbereitende Unterrichtsstunde in der Schule (montags) und eine einstündige Theaterperformance im Wallraf (dienstags oder mittwochs von 9:00-10:00 Uhr möglich).Unkostenbeitrag: € 200,00. Bitte sprechen Sie uns an, falls es Kinder gibt, deren Eltern diesen Beitrag nicht aufbringen können. Buchung unter: luise@wallraf.museum oder tel.: 0221-22124409