Kurzinformation: 
Jugendliche lernen Berufe im und ums Museum kennen
Ort: Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Projektleitung
: Karin Rottmann
Durchführung
: Christina Näger
Finanz./Koop.: Museumspädagogische Gesellschaft e.V.
Zielgruppe: Schulabgänger der Sek II

Berufsbild: Restaurator/in

Die Kölner Restauratorin gab den interessierten Schülerinnen und Schülern der Summerschool einen unmittelbaren Einblick in das facettenreiche Berufsfeld des Restaurators: von Leihverkehr im Museum und Analyse von Kunstwerken über Denkmalpflege und Arbeit in der Werkstatt.

Im Labor des Wallraf erläuterte Christina Jäger die Beschaffenheit von Gemälden und die heutigen Analysemöglichkeiten. Dazu war die laufende Ausstellung "Tatort Museum", die die vielfältige Arbeit im Museum zeigt, eine perfekte Ergänzung: Danach sahen alle die Sammlung mit den Augen eines Restaurators. Anhand von Originalen wurden Alterserscheinungen, der präventiven Schutz von Bildern, unterschiedliche Restaurierungskonzepte und Probleme verdeutlicht. Einen weiteren Blick hinter die Kulissen gab es in der Restaurierungswerkstatt des Museums. Dort führt Dr. Iris Schäfer durch die verschiedenen Räume, erläuterte die Technik und ihre Arbeit im Museum. So waren Bilder hautnah im UV-Licht oder einem Transportrahmen zu bestaunen.

Beim Treffen in der selbstständigen Restaurierungswerkstatt konnten in angenehmer Runde viele Fragen zu Universitäten, Berufsalltag etc. geklärt werden. Neben alten Gemälden gab es zeitgenössische Werke, die vor andere Restaurierungsschwierigkeiten stellen. Mit dem Mikroskop durften die Teilnehmer ein Bild ganz genau unter die Lupe nehmen.

Doch es wurde auch selbst praktisch gearbeitet. Anhand einiger Übungen, die Bestandteil der Aufnahmeprüfung an Universitäten sind, galt es, Geschick und Geduld unter Beweis zu stellen. Man konnte an Skulpturen aus dem Museum seine Zeichenfähigkeiten schulen, andere tüftelten an der Faltung von Origami-Tieren. Die Farbkästen kamen zum Einsatz, als er darum ging, Fehlstellen auf Gemäldedrucken in Farbe, Textur und Stil bestmöglichst auszufüllen und damit unsichtbar zu machen.

Nach diesen beiden spannenden Tagen, waren allen die Komplexität, die Freuden und Herausforderungen des Restauratorenberufs klar. Einige fingen Feuer und werden sich für diesen Weg entscheiden. Für alle also eine große Hilfe in der Berufsfindung!

(Maria, 20 Jahre)