Kurzinformation
Jugendliche lernen Berufe im und ums Museum kennen
Konzept: Karin Rottmann
Leitung: Georg Gartz
Finanz./Koop.: Museumspädagogische Gesellschaft e.V.
Zielgruppe: Schulabgänger der Sek II

Berufsbild: Freier Künstler

Zum Einstieg führte Georg Gartz die Teilnehmer der Summerschool durch das Museum Ludwig. Er regte die Phantasie an und lud zu Deutungen ein, bevor er den Hintergrund erläuterte. Nach diesen Anregungen von berühmten Gemälden ging es in die Museumswerkstatt. Mit Schnelligkeit und Rotation wurden Skizzen eines Stillebens angefertigt – die verschiedenen Perspektiven entgingen so gesteuerter Eindeutigkeit und vermittelten das Prinzip Mehransichtigkeit.
Beim anschließenden Ausmalen der erkannten Strukturen galt es, sich von Picasso inspirieren zu lassen. Nach der Vertiefung in die Bilder wurden sie besprochen und viele weitere Anregungen gegeben. Im Anschluss wurde erklärt, wie man eine Leinwand anfertigt. Die TeilnehmerInnen hämmerten, spannten und bestrichen ihre erste selbstgemachte Leinwand.

Am zweiten und dritten Tag durften sie den Künstler in seinem Atelier in Nippes besuchen. Georg Gartz erzählte von seinem Studium und seiner künstlerischen Arbeit. Die Leinwände standen schon bereit und so konnte es nach diesem Einblick sofort losgehen. Und die Aufgabe? Es gab keine. „Malt einfach das, was euch gerade in den Sinn kommt. Ein Gemälde braucht nicht immer eine Geschichte.“ Der Künstler kochte Kaffee und Tee, legte Lounge-Musik auf und die SchülerInnen legten los. Wieder vergingen die Stunden wie im Flug. Fast keiner machte eine Mittagspause, da alle über ein Motiv nachdachten, darauf los malten, überstrichen, Kunstbücher studierten oder einfach nur die Atmosphäre genossen. So wurden am dritten Tag die Bilder fertig gestellt. 

Alle hatten viel gelernt und waren froh, sich endlich mal wieder in Ruhe mit dem Malen beschäftigt zu haben. Die drei Tage Malerei-Workshop waren eine sehr schöne Erfahrung.

(w, 19 Jahre)